Test: Donkey Kong Country: Tropical Freeze

Nutzer-Story von Matthew1990 am 02. August 2018

Konsole: Nintendo Switch

Release: 03.05.2018

Abschlussdatum: 01.08.2018

Spielzeit: ca. 40 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe das Hauptspiel zusammen mit allen Puzzleteilen und KONG-Buchstaben abgeschlossen. Im Anschluss auch alle Level erneut im Hard Mode gespielt und die 200% erreicht.


Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich bis zu zwei Spielern komplett (bis auf den Hardmode) durchspielen.


Story

Donkey Kong feiert gerade seinen Geburtstag zusammen mit Diddy, Dixi und Cranky Kong, als die bösen Viehkinger in ihren Schiffen zur Insel angesegelt kommen. Der Oberhaupt entsendet eine Eiseskälte zur einst tropischen Insel, worauf Donkey Kong und seine Freunde weit weggefegt werden. Nun herrschen die Viehkinger und ihr Anführer über die DK Insel.

Review

Die Wii U hatte einige 2D-Plattformer. Neben New Super Mario Bros. U und Yoshi's Woolly World stachen zwei Spiele besonders gut raus. Zum einen Rayman Legends zum anderen Donkey Kong Country: Tropical Freeze. Es wundert nicht, dass beide eine Portierung auf die Switch bekamen.
Das Spiel ist visuell als auch akustisch ansprechend und macht in den Bereichen nichts verkehrt. Der Hintergrund geht schon fast unter durch die Action im Vordergrund. Die Welten sind alle thematisiert. Sei es eine Savanne, Wasserwelt oder die frostige Insel. Jedes einzelne Level besitzt ihre eigenen Features, die leicht beginnen und im Levelverlauf immer intensiver werden. Zwischendurch trefft ihr auf Loren, Raketenfässer oder das Nashorn Rambi, um damit ein Level abzuschließen. Am Ende jeder Welt wartet ein liebevoll eingeleiteter Bosskampf, der nicht nur ziemlich hart im Nehmen ist, sondern auch hervorragend in abwechslungsreichen Phasen austeilen kann. Sie bieten in epischen Kämpfen immer faire, aber herausfordernde Angriffsmuster, die vor allem im Hard Mode einstudiert werden wollen, da diese sonst eiskalt bestraft werden. Abgesehen der letzten Welt und paar Ausnahmen, gerade bei Bosskämpfen, kommt das Freeze aus dem Titelnamen wenig zur gelten und ist meist mehr Tropical. Ein paar mehr eisig angehauchte Level wären dem Titel und der eingeführten Gegner gerecht geworden. Wo wir gerade bei den Gegnern sind: Diese werden etwas lieblos eingeführt. Die Geschichte ist mir bei solchen Spielen nie wirklich wichtig, aber selbst Bowser hat mit seiner Motivation Peach immer zu entführen und für sich behalten zu wollen, mehr Tiefe als diese Viehkinder. Sie kommen aus dem Nichts, erobern kurz die Insel und verschwinden genauso, wie sie erschienen.

 

Die einzelnen Level sind alle recht kurz gehalten und lassen sich in wenige Minuten durchspielen, daher liegt der Kernaspekt des Spiels darin, alle versteckte Puzzleteile zu finden um die im Levelverlauf verteilten KONG-Buchstaben einzusammeln, um mit Bonusleveln belohnt zu werden. Das Spiel bietet euch die klassische Variante der Wii U-Version, könnt aber auch im Switch-exklusiven Funky Modus spielen. Für letzteres entschied ich mich, dennoch ist Funky Kong nicht fix, sondern ihr habt immer die Wahl auf Donkey Kong umzusteigen. Ich selbst spielte das Spiel mit Funky Kong durch, der selbst viele Vorteile gegenüber der anderen mitbringt: Er ist immun gegen Stacheln, er hat einen Doppelsprung und gleitet wie Dixi Kong, er besitzt fünf Herze und kann unendlich lang unter Wasser tauchen. Da er damit alle Fähigkeiten hat, die die anderen ausmachen, bekommt Funky Kong auch keinen Partner, wodurch Diddy, Dixi und Cranky Kong nicht vorkommen. Stattdessen füllen die Fässer seine fünf Herzen komplett auf. Dadurch senkt man den Schwierigkeitsgrad enorm, da man viele Aspekte nicht mehr berücksichtigen muss. Man kann mehr Treffer einstecken ohne Fähigkeiten der Partner zu verlieren oder verzichtet Luftreserven unter Wasser. Ein fehlgeleiteter Sprung kann auch fix korrigiert werden. Dennoch betrachte ich es für völlig legitim der Switch vorgehaltenen Neuerungen einen Blick zu gewähren, denn die wahre Herausforderung folgt nach dem Erreichen der 100% im Hard Mode.

Sobald ihr diesen freigespielt habt, könnt ihr jedes Level erneut betreten. Dabei könnt ihr einen der fünf verfügbaren Kongs auswählen und spielt ohne einen Begleiter durch. Darüber hinaus gibt es nur ein einziges Herz für euch und habt keinerlei Check Points. Die einzige Drosslung, die der Funky Mode dennoch in den Hard Mode mit hinein nimmt, ist das Absichern der KONG-Buchstaben: Während ihr nach einem Tod die Buchstaben immer wieder neu einsammeln musstest, werden diese im neuen Modus abgespeichert, wie es bei den Puzzleteilen schon ist. Doch selbst mit dieser Erleichterung kann man sich auf viele frustrierende Momente gefasst machen.

Darüber hinaus bietet jedes Level nach dem Abschluss auch die Möglichkeit in einem Speed Run Medaillen zu verdienen. Wer eine zusätzliche Herausforderung sucht alle Level mit einer Bestzeit abzuschließen, die sich online mit Freunden vergleichen lässt, kommt auch hier auf seine Kosten.

Funky Kong rechtfertigt definitiv keinen Neukauf des Spiels, aber für alle, die es nicht auf der Wii U spielten, können für ein anspruchsvollen 2D-Jump'n'Run aufjeden Fall zugreifen und bekommt wohl eines der besten seines Genres, denn Retro Studios hat ihr deutlich gute Arbeit geleistet. Wer sich einer richtigen Herausforderung stellen möchte, kann bedenkenlos sich den neuen Charakter anschauen, um im Anschluss das Spiel auf eine weit aus härtere Weise zu erleben, welche sich mit dem Lieblingkong spielen lässt.

Wertung:

9 / 10

Matthew1990 meint:

"Donkey Kong Country war schon zur Wii U einer der besseren 2D-Jump'n'Runs und kann mich mittlerweile mehr mitreißen als ein New Super Mario Bros."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Sehr gut
Technik: Herausragend

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2 Kommentare:


NXPro
vor 4 Monaten | 1
Mein Lieblingsspiel auf der WiiU und hat mir besser gefallen als die ganzen ("nur" guten) Mario-Spiele.

Die Unterschiede zur WiiU-Version werden sehr klar, aber ich hätte mir trotzdem noch ein paar Worte zu den sehr schönen Boss-Kämpfen gewünscht. Die waren am Ende eines Abschnitts immer ein Highlight!

Matthew1990
vor 4 Monaten | 0
"Am Ende jeder Welt wartet ein liebevoll eingeleiteter Bosskampf, der nicht nur ziemlich hart im Nehmen ist, sondern auch hervorragend in abwechslungsreichen Phasen austeilen kann. Sie bieten in epischen Kämpfen immer faire, aber herausfordernde Angriffsmuster, die vor allem im Hard Mode einstudiert werden wollen, da diese sonst eiskalt bestraft werden."

Ich habe die zwei Sätze dazu noch eingebaut. Zu den Bossen hätte ich echt etwas sagen sollen. Immerhin verbrachte ich viel Zeit mit ihnen. :)
Und im Vergleich zu den Koopalingen sind Bowsers Schergen ja echt ein Witz. :)
Danke auf jeden Fall für dein Feedback! :D