Grinder's Guide Level 7: Monster Hunter GU kommt in den Westen!!!

Nutzer-Story von Deniz Üresin am 22. Juni 2018

Bald werden wir im Westen auch endlich auf der Switch Monster Hunten können! Ein wenig Hype ist da schon gerechtfertigt.

Huch, wo ist denn der zweite Teil des Final-Fantasy-XV-Rants? Der kommt noch, keine Sorge. In dieser Ausgabe des Grinder’s Guide wollte ich aber erstmal kurz über Monster Hunter Generations Ultimate reden. 

Ich habe Square Enix und Capcom hart beschimpft dafür, dass sie uns im Westen einige tolle JRPGs für Nintendo Switch verwehrten, da sehe ich es als meine Pflicht, zumindest Capcom jetzt auch dafür zu loben, dass sie ihre Fehler wiedergutmachen. Als in Japan Monster Hunter XX für Nintendo Switch erschien, war ich noch ziemlich überzeugt davon, dass das Spiel auch lokalisiert wird – schließlich handelt es sich hierbei um eine inhaltlich stark aufgepimpte Version des 3DS-Spiels Monster Hunter Generations, welches auch hierzulande erschienen ist (und zufällig das erste Spiel war, welches ich für NplusX testete, Klick). Ein Großteil der Übersetzungsarbeiten war damit schon erledigt und die Switch ging (und geht immer noch) recht steil, also wieso sollte man MHXX nicht auch im Westen releasen? Nun, weil Capcom sich voll und ganz auf Monster Hunter World für PS4 und Xbox One konzentrieren wollte. Das im Januar 2018 erschienene Spiel wurde schließlich mit dem Gedanken entwickelt, die in Japan überaus erfolgreiche Serie endlich auch im Westen zu etablieren. Die euphorischen Stimmen der Fachpresse und vieler Fans sowie die herausragenden Verkaufszahlen zeigen, dass ihre Strategie voll aufgegangen ist. Monster Hunter World ist auch ein wirklich tolles Spiel. Es hat mir viel Spaß gemacht und viele coole Features mit sich gebracht, die es in Generations Ultimate nicht geben wird. Trotz allem freue ich mich sehr darauf, doch noch ein Monster Hunter auf Switch erleben zu dürfen und so habe ich spontan beschlossen, einfach mal niederzuschreiben, worauf genau ich mich eigentlich freue und was ich nach World schmerzlich, und was überhaupt nicht vermissen werde.

Darauf freue ich mich in Generations Ultimate:

1.) Monster! Und Loot!

Monster Hunter World war der technisch bisher aufwändigste Teil der Reihe und so ist es natürlich verständlich, dass man sich auf einen deutlich kleineren Umfang an Monstern konzentriert hat, um diese so detailliert wie möglich auszuarbeiten. Das ist auch schön und gut, aber der schier gigantische Umfang an großen Bestien in Generations Ultimate ist trotzdem ein Grund zum Feiern. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit einigen meiner Lieblingsmonster wie den Donnerwolf Zinogre, den explosiven Brachydios und den wendigen, feurigen Agnaktor. Mit der Anzahl der Monster steigt aber auch natürlich die Anzahl der Waffen und Rüstungen, die man craften kann!

 2.) Old-School-Maps

Monster Hunter World hat zwar designtechnisch gesehen die besseren Maps, aber gerade das Waldgebiet am Anfang fand ich schon immer recht nervig. Für einen „echten“ Jäger mag es dazugehören, sich die Umgebung mit all seinen Winkeln, Abkürzungen und Vorsprüngen einzuprägen und es war auch wirklich ein cooles Erlebnis, die großen, wunderschönen Gebiete von World zu erforschen - aber tatsächlich sagt mir das alte, simple und „aufgeräumte“ Mapdesign letztendlich etwas mehr zu. Es gibt immer noch einige Abkürzungen und Vorsprünge, geheime Lootspots und ähnliches… aber die Karten sind deutlich übersichtlicher und geordneter. Die Einteilung in kleine, durch minimale Ladezeiten getrennte Gebiete fand ich ehrlich gesagt auch immer ganz hilfreich, denn in brenzligen Situationen kann man so immer in Sicherheit rennen und sich erst einmal heilen, bevor es wieder ran an den Speck geht. Auch hier muss ich sagen, dass es natürlich eine geile Erfahrung war, mit minimaler HP-Leiste von einem wilden, feuerspeienden T-Rex quer durch den Urwald gejagt zu werden, aber das brauche ich ehrlich gesagt nicht ständig in einem Spiel, in dem ich mehrere hundert Stunden verbringen will.

3) Jagdstile

Zusätzlich zu den 14 verschiedenen Waffentypen bringen auch die 6 Jagdstile noch etwas Varianz ins Gameplay von Monster Hunter Generations Ultimate. Mit dem Luftkampfstil sind Saltos und Sprünge auf den Rücken der Monster an der Tagesordnung, mit dem Konterstil wird das Ausweichen und Kontern vereinfacht. Was die beiden neuen Stile genau für Vor- und Nachteile haben, weiß ich noch gar nicht und ich bin schon gespannt darauf, diese ausgiebig zu testen.

4) Die Königsdisziplin der Switch: Mobilität!

Monster Hunter macht mit Freunden viel mehr Spaß als alleine. Trotzdem finde ich es großartig, Generations Ultimate überall hin mitnehmen zu können. Im Zug kann ich dann beispielsweise neues Equipment craften oder etwas einfachere Quests allein absolvieren, daheim am TV wird dann online mit Kommentarschreiber Tobsen und anderen gemeinsam gejagt. Außerdem will denke ich niemand wissen, wie viele Monster ich in den 3DS-Ablegern bereits auf dem Klo erlegt habe (sowohl on-, als auch offline).

Etwas Gameplay-Footage aus Monster Hunter Generations für den 3DS


Das werde ich in Generations Ultimate vermissen:

1) Der Waffenbaum

Zu wissen, welche Waffe sich zu welcher weiterverarbeiten lässt, ohne dafür ständig am PC irgendeine Datenbank offen haben zu müssen, ist schon ein Segen. Leider bleibt dieses doch sehr nützliche Feature vorerst World-exklusiv. Gut, dann müssen eben wieder irgendwelche Datenbanken her. Gerade hier vermisse ich tatsächlich einen Browser auf der Switch…

2) Drop In/Drop Out

Alle Mann an Bord, es geht los! Kurz nachdem ich mit meinen beiden tapferen Kameraden in die Schlacht zog – jointe ein vierter Jäger ins Lager. Und ging auch gleich wieder, denn er hatte keine Lust, eine unbekannte Zeit lang zu warten, bis wir glorreich aus unserem Kampf gegen die finstersten Bestien zurückkehren würden... In World kann man jederzeit einer Quest beitreten, selbst wenn sie mitten im Gange ist. Zwar verliert man nach einer gewissen verstrichenen Zeit den Anspruch auf die Jagdbelohnungen, aber trotzdem eine coole Idee. Denn wer kennt das oben beschriebene Szenario nicht?

3) Revierkämpfe!

Was gibt es epischeres als den Kampf zweier gigantischer Monster? Die Revierkämpfe und generell die Tatsache, dass sich große Monster nicht nur noch blindlings auf die Jäger stürzen, sondern auch voneinander Notiz nehmen, ist einer der größten Fortschritte, die World mit sich brachte. Leider werden wir uns in Generations Ultimate wieder darauf einstellen müssen, dass die Monster quasi füreinander unsichtbar sein werden.

4) Der 2. Screen des 3DS…

Dies ist kein Feature von MH World, sondern von den 3DS-Ablegern 4 Ultimate und Generations. Der zweite Screen des 3DS war ein wirklicher Segen für die Monster-Hunter-Games (und einige andere JRPGs). Maps, Itemverwaltung, alles Mögliche konnte auf den unteren Screen ausgelagert werden, um auf dem oberen so wenig von der Sicht zu versperren wie möglich. Der größere Screen der Switch und die höhere Auflösung machen das Spiel aber immerhin deutlich übersichtlicher, wodurch der Wegfall des weiteren Bildschirms wettgemacht wird. Trotzdem werde ich ihn vermissen.

Das werde ich garantiert nicht vermissen:

1) Fährten lesen

Meine Fresse, hat das genervt, irgendwelchen leuchtenden Spuren hinterherzurennen… Man muss das Jägerleben ja nicht ZU realistisch machen. Die Maps in Generations Ultimate sind auch nicht allzu groß und ziemlich übersichtlich, sodass es auch nicht notwendig sein wird, irgendwelchen Spuren zu folgen.

2) Ladezeiten

Natürlich gibt es in World einiges mehr zu laden als in Generations Ultimate. Das Spiel zu starten, eine Quest anzufangen oder einen Raum/den Ort zu wechseln dauert deswegen auch deutlich länger im modernen Monster-Hunter-Ableger. Generations Ultimate wird dafür zwar auch in den Quests kleine Ladezeiten zwischen den einzelnen Gebieten haben, aber die sind so fix rum, dass man sie kaum wahrnimmt.

3) Timed Events

Ich kann es so gar nicht leiden, wenn ich bestimmte Inhalte eines Spiels nur zu gewissen Zeiten spielen kann (Splatoon, I’m looking at you!). Event-Quests in Generations Ultimate werden, einmal runtergeladen, für immer verfügbar sein. Das ist schön. Timed Events mögen auch ihren Reiz haben, aber für mich, der sich seine Zockzeiten daheim gut einteilen muss, ist das nicht so schön.

Wie ihr sehen könnt, wird Generations Ultimate in meinen Augen ein paar Dinge besser machen als in World, andere wiederum schlechter. Es als das „bessere Spiel“ zu bezeichnen, würde ich mir nicht herausnehmen. Es ist sogar eher andersrum. Aber dass ich mit Generations Ultimate höchstwahrscheinlich doch ein bisschen mehr Spaß als mit World haben werde, das kann ich ziemlich sicher prognostizieren. Ich werde überall auf meiner geliebten Switch zocken können. Ich werde viele Monster jagen können, die es in World nicht gibt. Ich werde nicht einmal von vorne anfangen müssen, da ich meinen Speicherstand aus Generations auf dem 3DS übertragen kann, auf dem ich bereits die ganzen nervigen Sammelquests gemacht habe. Der G-Rank wird einige ziemlich herausforderne Quests bereithalten. Ich freue mich auf jeden Fall sehr und hoffe, mit einigen von euch gemeinsam bald auf die Jagd gehen zu können. Am 28. August ist es so weit!
Hunt Anywhere. Hunt Any Way. Hunt Ultimate!

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2 Kommentare:


Tobsen
vor 3 Wochen | 0
Danke für diesen Artikel!

Denios
vor 3 Wochen | 0
war mir ein Vergnügen