Test: Splatoon 2 - Octo Expansion

Von Kevin Erlenhoff am 19. Juni 2018

Der erste kostenpflichtige DLC zu Splatoon 2 ist erschienen. Wir haben uns in die Untiefen von Inkopolis gewagt.

Ein steiler Weg zur Freiheit

Lange Zeit haben sich Fans gewünscht in Splatoon 2 als Oktoling spielen zu dürfen. Jetzt ist dies endlich möglich, doch vorher gilt es in der neuen Story-Kampagne zunächst einige Missionen abzuschließen. Ihr schlüpft hierbei in die Rolle von Agent 8, einer neuen Figur, die optisch wie ein Oktoling aussieht. Euer Charakter wacht auf einem Bahnsteig auf und kann sich zunächst an nichts erinnern. Um mehr über seine Geschichte herauszufinden, gilt es diverse Stationen abzuklappern, die jeweils über eine U-Bahn erreicht werden. Dort angekommen warten unterschiedliche Aufgaben im Stile des Einzelspielermodus des Hauptspiels auf euch. Das klingt auf den ersten Blick zwar nur nach „more of the same“, doch die Entwickler haben auch einige überraschende Ideen auf Lager.

Erneut besteht zu Beginn nur eine minimale Auswahl an Waffen, wobei diese nicht auf die Standardwaffen wie Kleckser (Heldenwaffe) beschränkt ist, sondern sämtliche Modelle aller Waffenarten umfasst. So habt ihr die Wahl hin und wieder mit den Sprenklern zu spielen oder den Turbo Blaster zu nutzen. Es könnte aber auch passieren, dass euch nur die Curling-Bomben zur Verfügung stehen oder ihr mit dem Tintendüser unterwegs seid.


Auch die einzelnen Varianten der Level unterscheiden sich stark von denen des bisherigen Einzelspielermodus. Nicht immer lauft ihr nur von A nach B. Manchmal  müsst ihr vorgegebene Ziele ausschalten, eine Kugel durch einen Parcour balancieren oder eine bestimmte Position innerhalb eines Zeitfensters verteidigen. Doch das ist längst nicht alles. In den insgesamt 80 verschiedenen Missionen lassen sich viele verrückte Ideen finden, die für eine Splatoon-Einzelspielerkampagne komplett neu und zudem sehr fordernd sind. Selbst geübten Splatoon-Veteranen sollte es so nie langweilig werden.

Ein tiefer Blick ins Wasser

Schauplatz des Story-DLCs mit seiner leicht düsteren Atmosphäre ist zumeist der Zug. Eine größere Oberwelt ist im Spiel nicht vorhanden. Agent 8 wird dabei auf ihrem Abenteuer im Untergrund des Splatoon-Universums vom TentaCool-Duo Perla und Marina unterstützt. Die beiden sind zwar nicht dauerhaft an ihrer Seite, stehen ihr und somit euch aber jederzeit über das C-Kom zum Informationsaustausch zur Verfügung. Letzteres ist äußert nützlich, denn die beiden geben nicht nur praktische Tipps zu verschiedenen Missionen, wie man es bereits von Limone und Aioli gewohnt ist, sondern ermöglichen auch das Verfolgen verschiedener Gespräche zwischen dem Duo und Käpt'n Kuttelfisch. Deren Chat gibt euch interessante Informationen zu den bunten Persönlichkeiten, darüber hinaus weiß aber auch die eigentliche Story mit unerwarteten Wendungen zu überzeugen.

Sobald ihr im Labyrinth der U-Bahn-Linien vier sogenannte „Dingsbumse“ gefunden habt, könnt ihr euch auf den Weg an die Oberfläche von Inkopolis wagen, um euren Avatar gegen einen Oktoling einzutauschen. Ab diesem Zeitpunkt dürft ihr dann auch Mehrspielermatches mit diesem bestreiten. Für das Wiederholen von Missionen bekommt ihr Credits, die ihr später in zufällige Coupons eintauschen könnt. Bisher waren die Coupons nur im Salmon Run zu bekommen. Noch mehr Sammelitems hätten den Erkundungswillen der Spieler und somit den Wiederspielwert steigern können. Wer mit den Coupons nichts anfangen kann, wird sich nicht lange mit dem DLC beschäftigen.

Fazit:

Für 20 Euro erhalten Spieler mit dem neuen DLC-Paket 80 verschiedene Missionen, die rund zehn Stunden lang gut unterhalten können. Dazu gibt es eine freischaltbare, neue Rasse für Online-Sessions. Spieler, die in erster Linie auf mehr Multiplayer-Content gewartet haben und wenig mit dem Story-Mode anfangen können, bekommen für ihr Geld also lediglich einen sehr teuren Skin für ihren Charakter. Einzelspieler- und Story-Enthusiasten kommen dagegen voll auf ihre Kosten.

Wertung:

8.5

Kevin Erlenhoff meint:

"Der erste kostenpflichtige DLC für Splatoon 2 bietet knackige Herausforderungen für Solospieler."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Gut
Technik: Sehr gut

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