Test: Dragon Quest Builders

Nutzer-Story von Matthew1990 am 10. Juni 2018

Konsole: Nintendo Switch
Release: 09.02.2018
Abschlussdatum: 10.06.2018
Spielzeit: ca. 40 Stunden

Spieleinhalt

Ich habe alle vier Kapitel abgeschlossen und dabei alle Nebenaufgaben abgeschlossen, die es in den jeweiligen Kapiteln zu finden gibt. Darüber hinaus habe ich alle 5 Challenges pro Kapitel abgeschlossen, die u.a. forderten, ca. 200 verschiedene Gegenstände zu entdecken oder die Stadt auf das maximale Level zu bringen.

Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich nur alleine durchspielen, man kann jedoch sein Dorf im Baumodus online mit anderen Spielern teilen oder herunter laden.

Story

Als der Held gescheitert ist, hat der Drachenfürst die Welt in Dunkelheit gestürzt. Die Menschen verloren die Fähigkeit zu Bauen und wurden von den Monstern immer weiter zurück gedrängt. Doch ihr werdet von der Göttin erweckt. Als Erbauer sollt ihr die Welt wieder aufbauen und den Menschen Hoffnung schenken, damit alles für den kommenden Held vorbereitet ist.

Review

Auch wenn es optisch darauf schließen lässt, dass es ein Minecraft-Klon ist, wird beim Spielstart schnell klar, dass der Bauaspekt die einzige Gemeinsamkeit ist.
Man fängt in einer kleinen Höhle an und bekommt dann direkt ein kleines Tutorial von der Göttin, die einem schnell das Bauen erklärt: Man hat eine Werkbank und kann dort nach Rezepten Objekte mit Materialien zusammen bauen. Nachdem man das kurze Tutorial beendet hat, beginnt man an einem Fixpunkt eine Stadt zu errichten. Einwohner kommen nach und nach dazu und geben dem Spieler Aufgaben auf. Entweder sollt ihr einen Raum mit bestimmten Items füllen, per Anleitung eine Skizze nachbauen, bestimmte Materialien oder Gegenstände finden/anfertigen oder Leute retten bzw. Monster bekämpfen. Auch muss man häufiger Wellen von Gegnerhorden abwehren.

Die Rollenspiel-Elemente und Bauaspekt harmonieren hervorragend. Alles wirkt aufeinander abgestimmt und selbst das Leveln wurde clever durch das Entwickeln der Stadt passend umgesetzt. Da einem die vorgegeben generierte Welt alle möglichen Optionen gibt, Materialien zu bekommen, und selbst Boden und Wände abbauen kann, kann man sich relativ groß austoben. So könnt ihr über alle etwas errichten, das einer Burg, einem Haus oder Bauwerke gleicht. Kombinieren von Materialien sind zu Beginn noch etwas eingeschränkt, doch im Laufe der Zeit sammelt ihr Rezepte und Muster, um immer mehr Nahrung, Dekoration oder nützliche Güter herzustellen.
Und hier ist der erste Aspekt, worin sich Dragon Quest Builders von Minecraft unterscheidet: Wir werden zwar in die Welt hinein geworfen, aber bekommen einen klaren Leitfaden - wir haben ein Ziel! Man kann sich an bestimmte Punkte orientieren und man verfolgt sogar eine interessante Geschichte.

Jedes Kapitel endet mit einem Endboss und wird in einem neuem Gebiet fortgesetzt. Dort findet man neue Materialien, neue Objekte kann man bauen und errichten und ihr könnt eure vorherigen Ausrüstung und gesammelten Items nicht mitnehmen.
Ob man dies gut findet, muss jeder selbst wissen. Ich persönlich empfand es für eine sehr gute Lösung Abwechslung ins Spiel zu bringen, wodurch einen immer andere Bausysteme ermöglicht werden. So habe ich im ersten Kapitel eine verdichtete Siedlung gebaut, während ich in Kapitel 2 eine in die Höhe angesiedelte Festung errichtet habe.

Das Kampfsystem hat mir jedoch weniger gefallen. Es gibt keine großen Kampfmanöver, sondern schlägt stumpf auf Gegner ein. Wirklich ausweichen kann man nicht und bei einer Horde hilft meist eher die Flucht. Dazu wird man von gefühlt jedem Gegner gesehen, der in der Umgebung spazieren geht. Ich empfand die Kämpfe für mehr als störend und hielten mich bei meinen Erkundungsgängen und Materialbeschaffungen nur auf.
Man kann jedoch neue Waffen und Rüstungen erlernen, die einem die Kämpfe erheblich erleichtern werden.

Der Baumodus ist in dem Spiel nach dem ersten Kapitel verfügbar und lässt sich auf einer ruhigen Insel frei bebauen. Über die verschiedenen Kapitel, die man im Story-Modus beschreitet, lässt sich der Baumodus immer weiter vergrößern und das Absolvieren der fünf Challanges sorgen für noch mehr Freischaltung im Baumodus.

Dort kann man nach belieben bauen, Muster einfügen oder selbst Bauwerke errichten. Ihr könnt euch mit dem Internet verbinden, um Siedlungen anderer Spieler herunter zu laden oder eure eigene hoch laden. Da ich mich jedoch kaum damit beschäftigt habe, kann ich auch viel mehr dazu nicht erzählen.

Pro-Contra-Kurzfassung
+ Baukreativität
+ charmanter Humor
+ guter Leitfaden
+ abwechslungsreich

Wertung:

9 / 10

Matthew1990 meint:

"Auch wenn der erste Eindruck ein Minecraft-Klon erahnen lässt, ist Dragon Quest Builders eine Ergänzung mit seinen gut integrierten Rollenspiel-Aspekten."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Gut
Technik: Sehr gut

Schreibe einen Kommentar: