16-bit Spiele - alles andere als reif für das Museum

Nutzer-Story von JesperStensrud am 23. Mai 2018

Wer in den Achtzigern aufgewachsen ist, der erinnert sich bestimmt noch an die ersten Spielerfahrungen am PC oder Atari. Es folgten die ersten 8-bit Konsolen, mit NES und dem Sega Master System, welche den Markt veränderten. Als dann Anfang der Neunziger die Super Nintendo den weltweiten Verkauf startete, hatte wohl kaum jemand erwartet, dass sich diese insgesamt rund 49 Millionen Mal verkaufen würde.

Nicht ohne Grund sind bis heute einige 8-bit und auch 16-bit Titel aus dieser Ära in den Listen der beliebtesten Spiele aller Zeiten aufgeführt. Der Erfolg von Spielen wie Super Mario, The Legend of Zelda oder Chrono Trigger brachten der Marke Nintendo einen Ruhm, der scheinbar niemals ein Ende nehmen wird.

Revival der SNES

Deshalb ist es kein Wunder, dass sich Hersteller wie Nintendo und Sega zuletzt dazu entschieden haben, ihre Konsolen-Klassiker als Mini-Version erneut auf den Markt zu werfen. Alleine der Fakt, dass der Nintendo Classic Mini SNES, welcher im September 2017 veröffentlicht wurde, nach kürzester Zeit und einem Absatz von 2 Millionen Exemplaren vergriffen war, spricht für den Erfolg der Marke. Es benötigt also nicht unbedingt hochmoderne und besonders teure Videospiel-Produktionen, um eine Menge Spaß zu haben.

Alte Klassiker ganz neu

Manche Spiele sind einfach zeitlos, egal wie viele Pixel sie haben. Sogar der alte Nintendo-Klassiker Chrono Trigger wurde erst im Februar 2018 erneut veröffentlicht; zwar nicht auf der SNES Mini, jedoch auf der PC-Spieleplattform Steam.

Und wo wir gerade schon bei Steam sind, so gibt es auch auf dem PC einige tolle Titel, die in den letzten Jahren mit einfacher 16-bit-Grafik Millionenabsätze generierten. Einige davon haben es letztendlich auch zu Veröffentlichungen auf Konsolen, wie der Nintendo Switch, Playstation 4 oder Xbox One gebracht.

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Stardew Valley

Ein gutes Beispiel dafür ist Stardew Valley, welches die älteren Spieler wohl sehr stark an den Nintendo-Titel Harvest Moon erinnern dürfte, von dem es inspiriert wurde. Stardew Valley wurde innerhalb von nur vier Jahren von einem einzigen Entwickler komplett gestaltet, programmiert und vertont. Das Game kam im Februar 2016 auf den Markt und verkaufte sich seitdem mehr als 3,5 Millionen Mal. Es ist nicht nur auf Windows, Linux und OS X, sondern mittlerweile auch auf allen aktuell gängigen Konsolen verfügbar. Mit dem enormen Erfolg hatte Entwickler Eric Barone selbst nicht gerechnet.

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Terraria

Auch das Open-World-Spiel Terraria basiert auf einer einfachen 16-bit Grafik. Hier geht es darum, in einer 2D-Landschaft bei Tag und Nacht möglichst viele Angriffe der vielen Monster zu überstehen. Es wurde von einem kleinen, vierköpfigen Team entwickelt und erschien 2011 auf Steam. Besonders dank der Online-Multiplayer-Funktion fand es unter PC-Gamern direkt große Beliebtheit. Heute ist Terraria auf nahezu allen Plattformen verfügbar, auch mobil, und wurde seither schätzungsweise 20 Millionen Mal erworben.

Secret of Mana

Einer der Höhepunkte der 16-bit-Ära und eines der beliebtesten Spiele für Nintendo aller Zeiten ist Secret of Mana. Nicht zuletzt deswegen ist der Titel in der Spielauswahl der Nintendo Classic Mini SNES-Konsole vertreten. Was jedoch einige nicht wissen dürften, ist, dass der Hersteller Square Enix auf Steam eine neue, überarbeitete Version von diesem SNES-Klassiker mit verbesserter 3D-Grafik veröffentlicht hat. Wer also gerne einen seiner Lieblingstitel aus vergangen Tagen in neuem Gewand sehen möchte, kann dies nun auf seinem PC tun. Gleiches gilt hier übrigens auch für die älteren Titel der Final Fantasy-Reihe.

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