Capcom bringt Resident Evil VII Cloud Version für Switch

Von Andreas Held am 21. Mai 2018

In Japan lebende Switch-Besitzer dürfen den Titel für umgerechnet 15 Euro 180 Tage lang streamen.

Capcom hat eine Portierung von Resident Evil VII für Switch angekündigt. Diese erscheint vorerst nur in Japan - und nur als Cloud-Version. Interessenten können den Titel für 2.000 Yen (umgerechnet gut 15 Euro) mieten und 180 Tage lang spielen. Die Cloud-Version enthält alle DLCs.

Mit diesem Schritt hat Capcom einen kreativen Weg gefunden, die Hardware-Limitierungen der Switch Konsole zu umgehen. Resident Evil VII wird auf Nintendos Hybrid-Konsole genauso gut aussehen wie bei der Konkurrenz - vielleicht sogar noch besser, falls Capcom die PC-Version mit vollem Detailgrad zur Verfügung stellt. 

Gleichzeitig testet der Publisher aber auch ein Geschäftsmodell, mit dem schon einige andere Publisher immer wieder Gehversuche machen. Streaming ist bei Musik und Filmen mittlerweile völlig normal; ähnliche Geschäftsmodelle stecken für Videospiele aber noch in den Kinderschuhen. Das Management bei Capcom wird vermutlich sehr genau beobachten, wie das Geschäftsmodell von der breiten Kundschaft aufgenommen wird.

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5 Kommentare:


Matthew1990
vor 1 Monat | 0
Ich merke, Capcom gibt sich sehr viel Mühe kein Bock auf die Switch zu haben. Schade.
Naja, Hauptsache Monster Hunter. :)
Dennoch, weil ich RE7 schon gerne gespielt und als Retail hätte: Fuck you, too, Capcom!

Nintendofan
vor 1 Monat | 0
Wie mans macht, macht mans falsch :) Retail für 60€ und das Fuck you wäre noch viel größer gewesen.

NXPro
vor 1 Monat | 0
Wäre schon geil, wenn auf einmal auf der Switch beste "PC-Grafik" läuft.

Zum Preismodell kann man unterschiedlicher Meinung sein. Viele Titel spielt man einmal durch und dann war es das. Dafür reicht ein halbes Jahr locker und man hat 45€ im Gegensatz zur Disc gespart. Bei Multiplayerspielen wie MarioKart8, Overwatch oder Starcraft wäre es langfristig natürlich teurer. Das man Spiele nicht weiterverkaufen kann ist ja leider schon fast überall gängige Praxis...

Falco
vor 1 Monat | 0
Ich kann mir das noch nicht so recht vorstellen und finde es sehr interessant. Das Abo Modell dient wohl primär dazu, um mit den Ressourcen planen zu können. Bei solchen Single Player Story spielen kann ich mir das Konzept gut vorstellen, gerade auf einer Konsole wie die Switch, die einfach zu bedienen ist.
Aufwendigere Spiele und jene, die man auch online spielen möchte, können unmöglich durch ein solches Medium auf dem Markt angeboten werden. Dafür ist die Netzwerkinfrastruktur und auch die Hardware nicht ausgelegt.
Mit entsprechendem RAM und einem guten Wlan Modul hat es aber definitiv Potential.

Asinned
vor 1 Monat | 0
Naja die Switch Hardware limutiert das ganze nur in der Auflösung und auch die Aufwendigkeit der Spiele ist kein Faktor. Online Spiele sollten an sich auch kein Problem sein. Kritisch wird es aber bei kompetiven Spiele mit 60 Hz, wo dann der Ping entscheidend wird. Denn dieser lässt sich eben nur sehr schwer senken.
Netzinfrastruktur ist auch nur ein Deutschland exklusives Problem, was für die Publisher wohl weniger ins Gewicht fällt