Ubisoft über Games As a Service

Von Andreas Held am 13. Februar 2018

Service-basierte Spiele "generieren mehr Geld".

Ubisoft hat eine Präsentation für Investoren veröffentlicht, die vor allem deshalb für negative Aufmerksamkeit sorgte, weil in ihr das traditionelle, physisch zu erwerbende Spiel unter der Überschrift "Past", also "Vergangenheit", gelistet wurde.

In derselben Präsentation verweist Ubisoft auf die finanziellen Vorteile von Service-basierten Videospielen und bezeichnet sie wörtlich als "more cash-generative", also (wörtlich übersetzt) als "Geld-generierender". Als lukratives Beispiel listet die Präsentation ein brennendes Pferd, das innerhalb von Assassin's Creed Origins für 14,99€ digital erworben werden konnte.

Weitere finanzielle Vorteile des neuen Geschäftsmodells lägen in seiner Nachhaltigkeit: Während Retail-Spiele im zweiten Jahr nur 13% des im Release-Jahr erzielten Umsatzes generieren, liegt der Wert für Service-basierte Spiele bei 52%. Außerdem spare man sich Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Marketing-Kosten, was die Gewinnspanne der Mikrotransaktionen im Vergleich zu traditionellen Retail-Spielen noch weiter erhöhe.

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5 Kommentare:


Pogo
vor 3 Monaten | 0
Leider haben sie ja recht mit dem mehr Geld generierend.

mega
vor 3 Monaten | 0
Solange es Dumme gibt die für Kleinigkeiten mit Geld um sich werfen, werden Entwickler das auch ausnutzen... es mag Ausnahmen geben, aber ein Großteil an DLC ist eben nur Ausbeute... schlimm genug das so viele Leute für kaum einen Mehrwert teils richtig tief in die Tasche greifen...

Derkomai
vor 3 Monaten | 0
Was die vergessen ist, dass DLC nur Geld generiert, weil sich Spieler die es sich leisten können, auch das Hauptspiel auf traditionelle Weise gekauft haben. Wer sagt, dass dies automatisch bedeutet, dass Spieler einer endlosen Gebühr zustimmen würden? Das kann nur schiefgehen. (Davon abgesehen wird einem damit sicherlich auch wieder dieser elende Onlinezwang aufs Auge gedrückt)

Tobsen
vor 3 Monaten | 0
Von schiefgehen ist bei diesen Zahlen zumindest im Moment nicht viel zu sehen. Vielmehr ist dieses Konzept die Lizenz zum Gelddrucken.

Ribesal
vor 3 Monaten | 0
Wie darf man das verstehen?
Ein einziges Spiel bis zum Ende aller Zeiten mit nutzlosem Schrott wie brennende Pferde vollpumpen? (was haben brennende Pferde überhaupt in nem AC zu suchen?)
Retail ist doof, DLC aber cool -> alles f2p? Jedenfalls bezweifle ich stark, dass sich DLCs verkaufen lassen, wenn diese zu keinem Spiel gehören.
Ein Spiel machen und ewig um weitere Stories erweitern? Wird auf Dauer die gesamte Qualität in den Keller schaufeln.

Dass man, wenn man nachträglich Arbeit in ein Spiel steckt, nach Release noch mehr Geld pro Spiel bekommen kann, hey was ne Überraschung. Aber ewig geht das nicht gut...