Test: The Elder Scrolls V: Skyrim

Nutzer-Story von Matthew1990 am 31. Januar 2018

Konsole: Nintendo Switch
Release: 17.11.2017
Abschlussdatum: 31.01.2018
Spielzeit: ca. 210 Stunden

Spieleinhalt

Ich habe sämtliche Questreihen mit Nebenquests der Hauptquest, der Diebesgilde, der Magierakademie, der Gefährten, der Dunklen Bruderschaft und des Bürgerkriegs abgeschlossen.
Auch beendete ich sämtliche Daedra-, Dungeon- und Städtequests.
Ich habe auch die Quests der beiden AddOns Dawnguard und Dragonborn beendet.
Ich habe mir über das AddOn Hearthfire ein Grundstück gekauft und mein Haus komplett ausgebaut und eingerichtet.
Alle Schreie und Schnellreisemarker habe ich gefunden und aktiviert. Dazu hat mein Charakter alle Fähigkeiten auf Stufe 100 und ein Level von 81,5.



Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich nur alleine durchspiele.



Story

Ihr befindet euch auf eine Kutscher, da ihr mitten in einen Bürgerkrieg geraten seid. Man hielt euch für einen Rebell und bringt euch zusammen mit den Anführer der Rebellion "Wulfric Sturmmantel" zur Hinrichtung. Ihr steigt aus, eure Personalien werden festgehalten, tretet hervor, legt euren Kopf auf einen Stumpf, während der Scharfrichter mit seiner Axt ausholt und... ein Drache greift die Festung angreift!

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Review

The Elder Scrolls V: Skyrim bedeutet für mich eines: Freiheit. Es stellt sich recht früh heraus im Spiel, dass man der Dovahkiin ist, das Drachenblut. Man wurde auserkoren die Drachen zu bekämpfen und deren Seelen aufzunehmen, um die Drachensprache zu erlernen.
Jedoch ist man nicht der Gute oder der Böse. Das Spiel ist eine pure Grauzone aus einer Mischung aus beidem und je nachdem wie man seinen Helden spielt, nimmt man gerade die richtige Rolle ein.

In der Hauptstory geht es darum, dass der Drachenköng und Weltenfresser Alduin zurück gekehrt ist und man nun auserkoren wurde, die Welt vor ihm zu retten. Das Hauptspiel ist recht kurz und verfolgt eine recht kleine Questreihe, aber das Spiel geht so enorm in die Breite, da diese Welt so voller Geschichten und Konflikten ist. Man kann sich der Diebesgilde anschließen, um ihr einen Ruf zu verschaffen. Man kann die Magierakademie besuchen, um sich der Schule der Magie anzuschließen, der Dunklen Bruderschaft zum neuen Glanz führen und vieles mehr. Bürgerkrieg zwischen dem Kaiserreich und den Sturmmänteln wütet. Vampire, Werwölfe, Drachen, Nerkromantie und Banditen sind ein Problem der Welt.
Dazu lernt man unzählige Charaktere kennen, die alle ihre Geschichte und Daseinsberechtigung haben. Der besoffene Typ, dessen Frau weggelaufen ist, in Winterfeste und vieles mehr.

Auch die Lore dazu kann man alles schön nachlesen und Geschichten über die Götter, Daedra, Dwemer, etc. nachlesen. Sie ist richtig tief und es gibt sehr viele verschiedene Bücher.

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Ein weiterer Punkt ist die Welt, die mir recht gut gefällt. Sie ist groß und lebendig. Man kommt in viele verschiedene Orte rein, trifft auf viele Menschen, unterwegs kann man Sklaven befreien, das Erkunden der Welt wird oft mit dem Finden von Dungeons, Dörfer, Bauernhöfe oder Lichtungen belohnt, diese sich auch erkunden lassen.

Die Atmosphäre ist jedoch weit aus realistischer Gehalten als andere Spiele und bleibt daher im Großteil identisch. Skyrim ist im nördlichen Teil von Tamriel und besitzt daher eher ein kühleres Klima. Deshalb durchstreift man viel mehr Wälder, die eher schneebedeckt sind. Dennoch kommen viele Gegenden auch ohne Schnee aus.
Skyrim ist die Heimat der Nord und daher findet man sehr viele nordische Ruinen, wo man die Toten zur Ruhe brachte. Daher sehen auch hier viele Ruinen recht identisch und atmosphärisch gleich aus und trifft oft auf die selben Gegnertypen. Meist sind es untote Nord, Banditen, Nekromanten oder Vampire.
Die Oberwelt ist jedoch recht lebendig an Tieren und Flora, mit der man auch interagieren kann. So trifft man auch scheue Hirsche, aggressiven Wölfe und Bären, Schmetterling und Bienen, die man für Alchemie sammeln kann. Dazu kann man auf Pferde reiten.
Die Welt empfand ich als idyllisch und atmosphärisch passend, bietet jedoch recht wenig Abwechslung.

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Obwohl die Dungeon jedoch recht alle identisch aussehen, sind diese jedoch mit genügend abwechslungsreichen Gegenständen gefüllt, wodurch das Erkunden der Katakomben, Krypten und Höhlen weit aus interessanter wird. Die Freiheit kommt hier auch wieder ins Spiel, denn man kann sich nicht nur an das Gold, Schätzen, Magiebüchern, Tränken, Waffen und Rüstungen bereichern, sondern kann so fast alle nützlichen, aber auch unnützlichen Kram, wie Kochtöpfe, Papier, Körbe und vieles mehr. Diese kann man alle für geringen Wert verkaufen, liegen lassen oder man richtet damit sein eigenes Haus ein.

Da man ein eigenes Haus in manchen Städten bekommt, lohnt es sich daher, schöne Objekte auch mitzunehmen, um damit das eigene Haus einzurichten. Es verbessert die Atmosphäre und man findet manchmal doch echt interessante Gegenstände, wie zum Beispiel ein Schmetterling in einem Glas, Totenschädel und darunter auch viele interessante Bücher.

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Die Freiheit schlägt sich auch auf die Charakterentfaltung aus. Auf der Flucht aus der Festung findet ihr allerlei Kram für euren Charakter. Ihr könnt Feuerbälle werfen und euch heilen, ihr findet Bögen, Pfeile, Einhand- und Zweihandwaffen, Schilde und Rüstungen aller Art. Ab da gestaltet ihr euren Charakter selbst. Wollt ihr lieber mit Bogen schießen? Kämpft mit dem Bogen! Wollt ihr dazu noch Feuerbälle werfen können? Zaubert mit Zerstörungsmagie. Wollt ihr noch schwere Rüstung tragen? Rüstet euch damit aus! So öfters ihr jeweile Fähigkeiten verwendet, so besser werdet ihr darin und könnt diese Attribute bis auf ein Maximum von 100 steigern. Jeder Aufstieg gibt euch Erfahrungspunkte und bei einem Level Up kommt der interessante Part: Abgesehen von der obligatorischen Verteilung von Lebenspunkten, die nicht auf 0 sinken dürfen, Magicka, die eure Ressourcen zum Zaubern darstellen, und Ausdauer, die für den Kampf, das Sprinten und die Traglast, könnt ihr einen Punkt zur Spezialisierung eintragen. So könnt ihr eure Bogenkünste ausbessern, z.B. macht man mehr Schaden mit Bögen oder kann damit zoomen. Dann kommen noch gesellschaftliche Attribute hinzu, die recht wenig mit Kampf zutun haben, wie das Schleichen, Schlösser Kacken, Schmiedekunst, Redekunst, etc.

Auch gesellschaftlich könnt ihre euren Charakter entfalten. Keine dieser Quests wird euch aufgezwungen. Man kann sämtliche Quests ignorieren, Leute betrügen und wenn man der größte Arsch sein will, hindert auch einen das Spiel nicht, alle umzubringen. Bis auf einige Ausnahmen kann man ganze Städte ausradieren.

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Man kann viel mit Leuten reden, Quests annehmen, aber auch kleinere Aufgaben und Gefallen bewältigen, handeln und stehlen, aber man wird auch sehr viel kämpfen. Je nach Charakter unterscheidet sich der Kampfstil. Wichtig ist zu wissen: Man hat zwei Hände frei. Bögen und Zweihandwaffen lassen sich nur beidhändig führen, aber ihr könnt auch je zwei Einhandschwerter, ein Schwert und Schild, Schwert und Zauber, etc. führen.
Ihr könnt sehr offensiv vorgehen oder an Gegner anschleichen, deren Ausrüstungen klauen, Gifte einfügen, man kann Beschwörungen durchführen und diese kämpfen lassen, Begleiter vorschicken. Eine Neuerung zu den Vorgängern sind die Schreie, die sich im Kampf auswirken können. Einer der ersten Schreie, den man in der Hauptquest lernt, lässt die Gegner umwerfen.

Ein Kampfabschluss lässt sich in einer animierten Darstellung eines Slowmotion-Moves darstellen, doch durch die Vielseitigkeit der Kampfarten sind viele dafür recht monoton. Ist man Bogenschütze, schießt man einfach nur auf die Gegner. Mit zwei Einhandwaffen haut man einfach stumpft auf die Gegner ein. Als Magier wirkt man immer seine Zauber.

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Die Switch-Version enthält alle drei AddOns. Das erste AddOn wäre Dawnguard.
Ihr bekommt eine Quest, die euch zur Dämmerwacht führt. Es sind Vampirjäger und man kann sich ihnen anschließen. Sie führen euch in eine Höhle, worauf ihr Serana findet, eingeschlossen in einem Steinsarg. Ihr bringt sie nach Hause in ihr Schloss zu ihrem Vater und stellt fest, dass alles Vampire sind. Ihr bekommt die Option euch den Vampiren anzuschließen und werdet selbst zu einem oder er lässt euch als Dank zur Rettung seiner Tochter einmalig fliehen und ihr schließt euch der Dämmerwacht an.

Durch das AddOn kommen neue Nebenquests für eure Fraktion hinzu, ihr könnt Serana als Partnerin mitnehmen und als Vampir könnt ihr euch in einen Vampirfürsten verwandeln, der sich wie der Werwolf, eigenständig aufleveln lässt. Er kann Leben abziehen und Untote auferstehen lassen. Im Gegenzug dessen müsst ihr euch vom Blut ernähren, wodurch ihr zwar schwächer, aber unauffälliger für Wachen werdet. Hinzu schwächt euch Tageslicht als Vampir.

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Das zweite AddOn Hearthfire bringt drei Grundstücke in das Spiel. Ihr könnt diese erwerben und euer eigenes Haus errichten. Diese sind weit aus größer, als die im Spiel integrierten Häuser. Dazu könnt ihr es selbst einrichten und jeweils eines von drei Optionen an Anbauten auswählen, so könnt ihr eine Küche, Waffenkammer oder Lagerraum errichten.
Im Skyrimgrundspiel kann man auch heiraten. Diese Ehefrau könnt ihr mit in euer Haus nehmen. Neu dazu könnt ihr bis zu zwei Kinder adoptieren, die euch öfters ansprechen, um mit euch zu spielen, nach Geschenken oder Taschengeld fragen oder euch Geschenke machen.
Ihr könnt noch einen Begleiter als Vogt einstellen, der euer Grundstück mit Kutsche, Tieren und Barden erweitert. Er kann für euch aber auch Baumaterialien besorgen.

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Das dritte AddOn Dragonborn bringt euch zur Insel Solstheim, welches aus dem AddOn zum dritten Teil bekannt sein könnte. Die einst eisige Landschaft litt unter den Vulkanausbruch in Morrorwind und ist zurzeit zur Hälfte eine Aschewüste. Auf der Insel müsst ihr das erste Drachenblut jagen, der dort die Einwohner versklavt und wiederkehren will. Darüber hinaus findet ihr viele schwarze Bücher, die euch nach Apocrypha führen, das Reich vom Daedrafürsten Hermaeus Mora, um mehr Wissen zu erlangen.
Darüber hinaus bekommt ihr die Möglichkeit Drachen zu beherrschen und reiten zu können und die Insel besitzt eine Flora, Gegnertypen und Atmosphäre, die aus Morrorwind bekannt sind.

Während ihr durch Dawnguard eure Ehefrau auch zum Vampir machen könnte und Hearthfire mit eurer Familie ins neue Heim ziehen könnt, hat Dragonborn keinerlei Auswirkungen auf euer Heim.

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Der technische Aspekt hat natürlich ein wenig am Alter gelitten, denn das Spiel ist ja aus 2011, dementsprechend sieht das Spiel nun einmal auch aus. Dennoch ist der Soundtrack nach all den Jahren noch immer so gut.

Die neuen Features für die Nintendo Switch sind jedoch Motion Control. So könnt ihr mit dem Controller selbst zielen, wenn ihr mit dem Bogen oder euren Zaubern zielt.
HD-Rumble kommt zur Geltung, wenn man Schlösser knackt.
Eine weitere Funktion kam durch die amiibo hinzu. Ihr könnt jede amiibo einmal am Tag nutzen, um Truhen gefüllt mit Gegenständen zu erhalten. Nutzt ihr einen amiibo der The Legend of Zelda-Reihe besteht eine Chance auf das Reckengewand, Masterschwert oder Hylia-Schild.


Leider hat das Spiel auch enorme Mängel in der Technik, denn das Spiel ist recht voll von Bugs. Von Kleinigkeiten, wie eine hampelnde Ehefrau, herumrutschende Gegner, die aussehen, als seien sie tot und ähnlichen Glitches bis hin zu fatalen Fehlern, wie das permanente Verlieren von Lebenspunkten oder verlangsamen des Spiels. Man hat leider keinerlei Mühe investiert, um bekannte schwerwiegende Fehler zu entfernen.


Pro-Contra-Kurzfassung

+ HD-Rumble (Schlösser knacken)
+ alle AddOns
+ Haupt- und Nebenquests
+ flexible Charaktergestaltung /-entwicklung
+ Soundtrack / Musikgestaltung
+ Motion Control
+ Charaktere / Geschichte
o realistischer Loot (Spinnen droppen nur feindtypische Sachen, keine Waffen/Gold)
o Charaktererstellung
- Grafik / Technik
- Bugs


Anhang

- kompatible amiibo der The Legend of Zelda-Reihe:
Link (Super Smash Bros.)
Majora's Mask-Link (The Legend of Zelda)

Wertung:

8 / 10

Matthew1990 meint:

"The Elder Scrolls V wäre eine gute Ergänzung zu Breath of the Wild, wenn man sämtliche technischen Mängel und Bugs entfernt hätte. Trotz des Alters bleibt es ein gutes Spiel."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Herausragend
Technik: Durchschnittlich

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