Teamplay #7: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 14. Januar 2018

In unserem Teamplay-Format wollen wir euch jeden zweiten Sonntag kurze Eindrücke darüber verschaffen, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. Aber was war nun in den letzten zwei Wochen los?

Nico: Ein Dauerbrenner meiner Steam-Bibliothek ist Sid Meier's Civilization VI. Auch in den letzten Wochen packte mich wieder das Rundenstrategiefieber und ich schloss jeweils mit dem Kongo, Russland und Ägypten ein Spiel ab. Civilization V ist zwar weiter mein Lieblingsteil der Reihe und auch mein meistgespieltes Spiel auf Steam, der neue Ableger wird aber zunehmend besser. Die Performanceprobleme in den Monaten nach Release gehören der Vergangenheit an, dazu gesellen sich nach und nach weitere Zivilisationen zu der leider noch kleinen Auswahl. Firaxis' Preispolitik bei den Zusatzinhalten lässt mich hier aber auf ein günstiges Komplettpaket warten. So greife ich vorerst auf Mods zurück, die qualitativ mit den offiziellen Inhalten mindestens mithalten können. Außerdem erwarte ich mit Spannung die Reaktionen auf den ersten großen DLC „Rise and Fall“, der am 08. Februar erscheint und umfangreiche Neuerungen mit sich bringt. 

Die letzten Tagen waren ohnehin von Strategie geprägt, denn auch Europa Universalis IV konnte mich mit dessen enormer Spieltiefe wieder einige Stunden fesseln. Nach meinen ersten Spielen mit Kastilien, Brandenburg und Japan fiel meine Wahl dieses Mal auf Venedig. So war mein erstes großes Ziel schon klar: Italien gründen! Durch viel Geld und gute Bündnisse gelang mir schließlich die Eroberung der italienischen Halbinsel und nach der Gründung des Staates gab mir das Spiel direkt ein neues Ziel aus. Für die Neugründung des Römischen Reiches müsste ich allerdings halb Europa erobern, dieses Vorhaben erfordert also noch einige Stunden an Spielzeit.

Jerry: Seit Weihnachten darf ich zum inzwischen zweiten Mal eine PS VR-Brille mein Eigen nennen und so hab ich die letzten Wochen immer wieder in unterschiedlichen Virtual-Reality-Welten verbracht. Meine Nachbarn, die freie Sicht auf mein Wohnzimmerfenster haben, halten mich vermutlich längst für irgendeinen verrückten Cyborg. An Silvester nahm ich die Brille auf eine WG-Party mit, um das System Freunden und Verwandten vorzustellen. Etwas abseits vom restlichen Rummel der Party setzten die Leute die Brille auf und testeten, je nach persönlicher Präferenz, entweder Allumette oder Ocean Descent aus PS VR Worlds. Die Brille entwickelte sich schnell zu einem Highlight der Party und selbst skeptische Nicht-Gamer zeigten sich beeindruckt, zumal es fast so viel Spaß machte anderen bei ersten VR-Gehversuchen zuzusehen wie sich selber durch den virtuellen Raum zu bewegen. 

Abgesehen davon stand bei mir zuletzt Assassin’s Creed Syndicate - ein weiteres Weihnachts- beziehungsweise Wichtelgeschenk - auf dem Programm. Während mich AC Unity vor anderthalb Jahren schnell langweilte, gefällt mir Syndicate vor allem aufgrund der deutlich interessanteren Charaktere bisher und ich freue mich auf weitere Stunden mit Evie und Jacob im viktorianischen London, wobei ich hoffe, dass die Geschichte noch etwas spannender wird.

Andy: Aufgrund großer Skepsis hatte ich um Final Fantasy XV erstmal einen großen Bogen gemacht und wartete auf ein gutes Angebot, um ohne viel Risiko in den Titel reinschauen zu können. Einen hinreichend großen Rabatt gab es zwischen den Jahren im PSN und ich konnte mich selbst von dem Titel überzeugen, den ein gewisser User aus unserem Forum sehr massiv gehyped hat. Mein erstes Fazit: Final Fantasy XV ist ein Spiel der Extreme. Alles an ihm ist entweder wirklich gut oder schockierend schlecht. 

Eine der skurrilsten Spielmechaniken aller Zeiten ist für mich der Regalia, da man ihn nicht selbst steuern kann. Wahlweise darf man sich chauffieren lassen oder selbst ans Lenkrad setzen, aber in letzterem Fall beschränkt sich das "Gameplay" darauf, nur die R2-Taste gedrückt zu halten, während das Fahrzeug automatisch dem Straßenverlauf folgt. Und das je nach Distanz fünf bis zehn Minuten lang! Derartige Design-Entscheidungen belegen die Exzentrik der Japaner, die auf Kritik nur antworten können, dass wir Gaijins das Spieldesign halt nicht verstehen. Auf der anderen Seite konnte mich das Spiel mit seiner Story und den Charakteren schon sehr positiv überraschen und auch das Kampfsystem scheint bisher nicht so vercasualt, wie ich es nach Berichten und Gameplay-Videos eigentlich befürchtet hatte. Ein Fehlkauf war es, vor allem zum Rabattpreis, also definitiv nicht.

Michi: Ich habe mir vor einigen Tagen PlayerUnknown's Battlegrounds für XBOX One als Preview-Edition gegönnt. Ich war einfach neugierig. Ich hatte zwar schon einige Zeilen zu dem Titel gelesen, muss aber im vergangenen Jahr hinter dem Mond gelebt haben, denn der Titel war mir nie sonderlich groß aufgefallen. Ich ging also das Wagnis ein, kaufte mir ein "unfertiges" Spiel und ...spiele nun ausgiebig!

Shooter sind eigentlich nicht mein Lieblings-Genre und ich kann mich auch kaum daran erinnern, je soviel Zeit in einen Vertreter dieser Sparte gesteckt zu haben. PUBG, so die Kurzform des Spiels, hat einen ganz speziellen Reiz. Dabei ist es für mich nicht die Befriedigung derjenige zu sein, der die meisten Gegner von der Bildfläche pustet. Ich empfinde größere Freude, zu den letzten der 100 Kämpfer auf dem Schlachtfeld zu zählen und möglichst lange durchgehalten zu haben. Genau das fesselt mich an PUBG und genau das wollen die Entwickler wohl auch.

Niko: Nachdem mir F1 2016 extrem gut gefallen hat und ich dem Spiel im NplusX-Test eine 8.5 verpasst habe (Test zum Nachlesen), sah ich bisher keinen Grund, mir den Nachfolger F1 2017 zum Vollpreis zu kaufen. Nun konnte ich das Spiel aber zum reduzierten Preis ergattern, außerdem lässt sich im Playstation Store inzwischen auch eine kostenlose Demo (bzw. eingeschränkt nutzbare Vollversion) herunterladen. Und ich bin angenehm überrascht: Natürlich erfindet F1 2017 das Rad nicht neu, aber der Vorgänger wurde sinnvoll erweitert und aufpoliert. Die Karriere mitsamt des motivierenden Trainings wurde vor allem hinsichtlich der Verteilung der verdienten Ressourcenpunkte und der Weiterentwicklung des Fahrzeugs ausgebaut. Außerdem gibt es nun auch Einladungsevents, wo man im Rahmen von Schaurennen in historischen F1-Boliden über die Pisten brettern kann. Auch an der Fahrphysik wurde geschraubt, die Renner steuern sich jetzt noch handlicher und präziser. Grafisch wirkt der Titel durchaus einen kleinen Ticken hübscher, wirklich auffällig finde es dies aber nicht. Insgesamt ist die 2017er-Ausgabe beileibe keine Revolution, aber zumindest eine tolle Evolution zu 2016. Ich bin schon gespannt, an welchen Stellen Codemasters ansetzt, um die Reihe in diesem Jahr weiter zu verbessern. Stellt sich vielleicht noch die Frage, ob man als Besitzer des Vorgängers wirklich das aktuelle Spiel braucht: Nein, das vielleicht nicht, aber für mich hat sich der Kauf definitiv gelohnt; ich bin von F1 2017 sehr angetan. Wer Interesse hat, sollte unbedingt die Anspielfassung ausprobieren.

Mit dem DLC Die Ballade der Recken aus Breath of the Wild habe ich mich anfangs wirklich extrem schwer getan. Eigentlich hatte ich nach dem Einstieg schon keine Lust mehr und mich innerlich bereits damit abgefunden, dass die investierten 20 Euro für die Katz waren. Nun habe ich mich doch noch in den neuen Inhalt hineingegroovt und bin inzwischen zumindest wieder zwiegespalten - was im Vergleich zur bisherigen Enttäuschung ja ein Fortschritt ist. Dennoch beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass da ohne großen Sinn einfach irgendwelche Aufgaben abgeklappert werden, nur um die Spieler künstlich zu beschäftigen. Vor allem das Konservieren der bekannten Endgegner stößt mir wirklich sauer auf. Und von wirklicher Story - geschweige denn Faszination – kann ich wirklich nicht sprechen. Es gibt aber auch positive Aspekte: Das eigentliche Spiel und die enthaltenen Mechaniken sind immer noch absolut genial und ich genieße es trotz aller Kritik, Hyrule erneut zu bereisen. Außerdem bieten einige der neuen Schreine ein paar interessante Kopfnüsse, die im Vergleich zum Hauptspiel bisweilen etwas knackiger sind. Auch der neue Dungeon hat mir sehr gut gefallen.

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3 Kommentare:


Tobsen
vor 7 Monaten | 2
"[...] ein gewisser User aus unserem Forum sehr massiv gehyped hat."

Dieser User bin ich! Hype!

Matthew1990
vor 7 Monaten | 0
Dieser Moment, wenn man zum wiederholten male schreibt: Splatoon 2 und Fire Emblem Warriors. xD
In Splatoon 2 war ja letztens auch das Splatfest. ^-^
Und in Fire Emblem Warriors neigt es sich langsam dem Ende zu.
Dazu war ich bei meinem besten Freund und spielten auf der XBox One Worms und dann das nächste Kapitel von Resident Evil Revelations 2 weiter. :D

TraxDave
vor 7 Monaten | 0
1. Danke, hab‘ mir soeben die Demoversion von F1 2017 geholt, weil ich es gern probieren möchte.
2. Und trotzdem ist es in FF XV möglich den Regalia zu schrotten. Bzw ist mit dem neuesten Update endlich mal eine sinnvolle Benutzung des Autos eingeführt worden.

Bei mir läuft gerade nicht viel, weil eh keine Zeit ist. The Last Guardian auf PS4 letzte Woche beendet. Die bereitet sich jetzt auf Monster Hunter World vor, sowie diverse Betas (Dissidia, Dragon Ball, ...).
Wenn mal Zeit ist, läuft ein kurzes Match Splatoon 2 und Rocket League auf Switch. Ebenso ein kleiner Pausenfüller ist Sonic Forces, welches ich mir erst kürzlich für 16€ geholt habe.