Teamplay #5: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 17. Dezember 2017

In unserem Teamplay-Format wollen wir euch jeden zweiten Sonntag kurze Eindrücke darüber verschaffen, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. Aber was war nun in den letzten zwei Wochen los?

Michi: Während sich viele wohl gerade zurück nach Hyrule begeben, um den Zelda-DLC zu testen, bin ich bei Xenoblade Chronicles 2 hängengeblieben und muss Link leider erst einmal links liegen lassen. Die Reise von Rex und Pyra begeistert mich seit der ersten Minute und stellt für mich persönlich schon jetzt den stärksten Teil der Serie dar, den ich bislang gespielt habe. Eigentlich habe ich gar keine Zeit für solch einen Rollenspiel-Giganten, doch wenn man erst einmal mit solch einem Titel anfängt, dann ist es nur sehr schwer wieder davon loszukommen. 

Dabei schweife ich immer wieder von der Haupthandlung ab und begebe mich auf Tauchmissionen oder beginne irgendwelche belanglosen Nebenquests, die aber dann doch irgendwie Spaß machen. Nach knapp 20 Spielstunden bin ich im vierten Kapitel angelangt und die Story nimmt so langsam mehr Fahrt auf. Da mein Weihnachtsurlaub in diesem Jahr relativ dünn ausfällt und meine Familie absoluten Vorrang genießt, werde ich mit diesem Abenteuer 2017 aber kaum fertig werden.

Deniz: Ich spiele momentan unterwegs ein wenig Nights of Azure 2 auf meiner Switch. In dem Action-RPG aus dem  Hause KoeiTecmo führe ich eine kleine Truppe von Kriegerinnen an, die gegen die Mondkönigin, eine mächtige Dämonin, in den Kampf ziehen. Stereotypische Anime-Heldinnen und schlüpfrige Cutscenes reichen aber leider nicht aus, um den faden Beigeschmack der extrem schlechten Portierung des Spiels vergessen zu machen. Die Framerate ist beinahe konstant unter 30 FPS, große Teile des Hintergrundes ploppen erst viel zu spät auf und das Kampfsystem erinnert ein wenig an eine schlechte Nachahmung der Warriors-Teile, die ebenfalls bei KoeiTecmo hergestellt werden. Das Dämonen-Schnetzelfest mit der Prise Lesben-Anime hat das Potenzial, kurzzeitig zu unterhalten, allerdings dann höchstens auf der PS4, auf der das Spiel auch vernünftig läuft. Glücklicherweise bin ich in absehbarer Zeit mit dem kurzen Spiel fertig und kann mich dann anderen Games widmen...

Jerry: Vor zwei Wochen habe ich bereits ein bisschen zu Prey geschrieben. Nach den ersten Spielstunden war ich, gelinde gesagt, skeptisch. Das Spiel hatte erschreckend wenig mit dem gleichnamigen Game aus dem Jahre 2006 zu tun, und gerade der Anfang schien mir frustrierend schwer. Jetzt frag ich mich allerdings, ob ich durch zu lineare, simplifizierte Spiele nicht verweichlicht bin. Selten zuvor hat sich meine Meinung zu einem Titel im Laufe der Spielzeit so geändert. Inzwischen habe ich nach rund 18 Stunden in der Raumstation Talos 1 die End-Credits gesehen. Prey ist mitnichten perfekt, aber je länger ich spielte, desto mehr wusste ich all die kleinen Facetten und Nuancen des komplexen Gameplays zu schätzen. Prey ist für experimentierfreudige Überlebenskünstler und darauf war ich zu Beginn einfach nicht eingestellt. Jetzt kann ich nachvollziehen, wieso Prey auf vielen Listen als eines der besten Spiele des Jahres genannt wird.

Stefan: Es mag zwar aktuell cool sein, einen 3DS oder gar eine Switch unterwegs im Bus auszupacken, aber ich bin dieser Tage zwei Schritte zurückgegangen und spiele fleißig Shining Force: Resurrection of the Dark Dragon auf meinem GameBoy Advance SP. Shining Force erschien 1993 im europäischen Raum auf dem Sega MegaDrive und ist seitdem eines meiner liebsten Videospiele, welches ich fast jedes Jahr erneut durchspiele. Das Strategierollenspiel bietet eine wunderschöne Grafik, einen basslastigen Soundtrack (wie könnte es bei einem Sega-Spiel anders sein) und spaßiges Gameplay, welches sich auch von einem Fire Emblem in seiner eigenen Art und Weise abhebt. 

Der GameBoy Advance-Port präsentiert sich mit neuer Grafik und greift viele Dinge auf, die sich nach heutigen Standards nicht mehr so großartig anfühlen, wie zum Beispiel ein besseres Inventarmanagment. Auch wird das Spiel durch neue Charaktere und einer kleinen Nebenstory ergänzt, welche sich dann nahtlos in die eigentliche Hauptgeschichte einfügen. Der Sound leidet, wie bei fast jedem GBA Spiel, fürchterlich. Die Tracks wurden zwar neu arrangiert und teilweise schön erweitert, aber das hilft nicht über den grässlichen GBA-Soundchip hinweg. Ich jedoch freue mich, dass ich einer meiner Lieblingsspiele unterwegs zocken kann.

Andy: Tatsächlich lieferte mir Blizzard im Dezember noch mal einen Grund, Hearthstone auf meinem neuen Rechner zu installieren. Der neue "Dungeon Run"-Modus für Einzelspieler verbindet die zufällige Loot- und Upgrade-Auswahl von Roguelikes mit typischem Trading-Card-Gameplay, das in diesem Mikrokosmos sogar einigermaßen ansprechend ausfällt. Anders als im Ranked-Modus, wo die Übermächtigkeit der "Isch mach disch Krankenhaus"-Facerush-Decks eine Beleidigung für jeden Spieler darstellt, der sich mit komplexeren Decks und Taktiken abmüht, stirbt man hier nicht schon Runde 4, sodass das Spiel die nötige Atemluft bekommt, um seine strategische Komponente zu entfalten. 

Noch einmal deutlich anspruchsvoller fällt Infinifactory aus, das von Zachtronics - dem König der nerdigen Puzzlespiele - stammt. Als Sklave einer Alienrasse, die sich ein sehr skurriles Bild von der Menschheit verschafft hat, muss ich Fabriken bauen, in denen neben Space Shuttles oder Computerterminals auch einige Waffen zusammengeschraubt oder repariert werden müssen. Das Gameplay ähnelt entfernt dem von Minecraft - nur dass eben nicht mit Erd- oder Steinblöcken, sondern mit Förderbändern, Sensoren, Rotationsplattformen, Pistonen und Bohrern gearbeitet wird. Wenn nach stundenlangem Tüfteln eine Fabrik ihren Dienst tut, die so effizient arbeitet, dass mich ihre Produktivität auf den Leaderboards ganz weit nach vorne bringt, entstehen dadurch einige der schönsten Erfolgserlebnisse, die ich 2017 erleben durfte.

Schniko: Beim letzten Mal beschrieb ich meine ersten Ausfahrten in Project Cars 2. Wobei ich ja zunächst Probleme hatte, sich nach und nach aber immer mehr Potenzial zeigte. Nun bin ich nach weiteren Spielstunden doch endgültig an meine Grenzen gestoßen. Auch wenn ich glaubte,  die passenden Einstellungen für die Sensibilität des Controllers gefunden zu haben, so galt dies längst nicht für jedes Fahrzeug. Bei so manchen Boliden fühlt sich die Steuerung immer noch recht merkwürdig an. Vor allem aber die KI hat mich immer wieder zur Weißglut getrieben und nervt immer wieder mit Rempeleien und völlig abstruser Traktion bei Starkregen, während meine eigene Karre nur noch aufschwimmt. Ich habe dem Spiel wirklich wohlwollend einige Zeit gewidmet und viele Einstellungen ausprobiert, weil ich es gern noch länger gespielt hätte. Im aktuellen Zustand aber wirkt der Titel auf mich einfach nur unfertig. Deshalb habe ich nun den ersten Teil (inklusive Patch 10.0!!!) wieder installiert. Dort habe ich schon kurz nach dem damaligen Release ein sehr knackiges Steuerungslayout für meine geliebten Formel-C-Flitzer und auch viele weitere Fahrzeuge gefunden. Nun drehe ich meine Runden eben wieder auf den zahlreichen Rennstrecken von Project Cars (1).

Mit der plötzlichen Veröffentlichung der „Ballade der Recken“ habe ich mir nun auch endlich den Erweiterungspass zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild geleistet. Die Inhalte des ersten Pakets waren für mich noch völlig uninteressant, der „Story-DLC“ musste aber natürlich her. Allerdings empfinde ich das Gebotene bisher irgendwie als etwas uninspiriert und bin Stand jetzt eher ernüchtert. Für mich ist Breath of the Wild neben The Last of Us und Super Mario Galaxy eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Zumindest der Start in den DLC wirkt auf mich aber wie anstrengende und generische Beschäftigungstherapie. Und nach mehrmonatiger Zelda-Abstinenz fand ich die ersten Schritte des neuen Inhalts auch unnötig sperrig und sogar ziemlich nervig. Auch das weitere Erlebte fühlt sich für mich (noch?) unoriginell und wie eine stumpfe Aneinanderreihung von Altbekanntem an. Ich hoffe, dass sich mein Eindruck nach weiteren Spielstunden bessert. Falls es denn soweit kommt; denn nach dem Einstieg habe ich aktuell kaum noch Lust, die Ballade der Recken weiterzuspielen.

Nico: Zusammen mit einem Freund habe ich Age of Mythologie - Extended Edition mal wieder ausgepackt. Das Originalspiel haben wir früher rauf und runter gespielt - so kam ich schnell wieder rein in die Echtzeitstrategie, die mit griechischer, nordischer, ägyptischer und seit der Extended Edition auch chinesischer Mythologie vollgepackt ist. Nach einer chaotischen Runde mit Cheats (fliegende rosa Nilpferde, kanadische Laserbären, Hühnermeteoriten... man kennt das) haben wir dann auch noch ein richtiges Spiel gewagt.

Vielleicht war es nur Zufall, aber im Vergleich mit den früheren Völkern erwiesen sich die Chinesen als leicht im Vorteil, vor allem aufgrund der automatisch Rohstoffe erzeugenden Gärten. Trotzdem waren die KI-Gegner unserer geballten Erfahrung nicht gewachsen. Für den Nostalgietrip lohnte sich der Kauf der Extended Edition jedenfalls, vielleicht schaue ich mir auch noch die ganz neue Kampagne rund um die chinesischen Gottheiten an. Lustige Randnotiz: Um etwa 1 Uhr nachts europäischer Zeit waren online noch 50 Leute unterwegs, ein Teil von ihnen unterhielt sich rege im Chat über vegane Ernährung - irgendwie ist es schön zu sehen, dass jede Nische ihre Liebhaber besitzt.

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6 Kommentare:


Matthew1990
vor 4 Monaten | 1
Bei mir hat sich kaum etwas geändert. Öfters mal ein kleines Weilchen Splatoon 2 und Fire Emblem Warriors.
Jedoch habe ich Skyrim nun durch Xenoblade Chronicles 2 ersetzt. Ich bin in Kapitel 5 un die Story fesselt mich aktuell enorm stark. Nach Teil X mal wieder eine spannende Story und sehr tolle Charaktere. :3

JeWe
vor 4 Monaten | 4
Hänge noch längere Zeit hauptsächlich an XC2 und Persona 5, in der Mittagspause zur Abwechslung das ein oder andere Mal FEW gezockt. Neue Games gab es bei mir also nicht, dafür aber was anderes Neues:
Denios, JoWe, Matthew1990, prog4m3r, Tobsen und ich (hoffentlich keinen vergessen...) haben in letzter Zeit immer mal wieder zusammen etwas Splatoon 2 gezockt. So machen das Splatfest, Salmon Run, und sogar Turf War gleich nochmal um einiges mehr Spaß. Auch eine schöne Erfahrung war es, einmal mit Matthew1990 und seinem Ligakampf-Team gezockt zu haben. Die spielen dann logischer Weiße auch auf einem ganz anderen Niveau (und mit Voice Chat), als man es von den üblichen Rangkämpfen gewohnt ist.
Evtl. bekommen wir ja auch mal ein N+X Team zusammen, der ein oder andere hat ja bereits Interesse daran geäußert.
Und bzgl. Voice Chat sind wir ja mit der "Nintendo Switch Online"-App, ...ähm mit dem NplusX Discord-Server, bestens aufgestellt ^^

Tobsen
vor 4 Monaten | 2
Als Multiplayerspiel spiele ich Splatoon 2, meine Singleplayer-Dosis gibt mir Final Fantasy XIII, auf das ich von Atelier Sophie umschwenkte. An sich wollte ich nach dem Durchspielen von Sophie eine Nutzerstory dazu schreiben, aber im Moment weiß ich nicht mal, ob ich das Game überhaupt durchspielen werde. Es ist eben absolut nicht mein Ding, leider.

TraxDave
vor 4 Monaten | 1
Da ich Kingdom Hearts Birth by Sleep Final Mix (auf dem 2.5 HD ReMIX) nun auch abgeschlossen habe, widme ich mich nun Dream Drop Distance auf dem 3DS. Hab allerdings erst knapp eine Stunde, jedoch fühlt sich die Steuerung trotz Handheld bis jetzt am Besten an.

Auf der Switch laufen immer wieder ein paar kurze Runden Rocket League. Ich hoffe, es kommen immer mehr Spieler hinzu, da ich es grds deswegen auf der Switch spielen will, weil ich nicht mehr in der PS-Community RL spielen will. XD
Zudem werde ich jetzt in den Feiertagen erstmals die Demo von Lost Sphear ausprobieren, bevor ich mich wieder in Zelda stürze und dann nach Weihnachten endlich Super Mario Odyssey starten kann. :)

Tatze
vor 4 Monaten | 2
Skyrim - kein Ende in Sicht :S

scissor
vor 4 Monaten | 0
Das neue Overwatch Event hat mich wieder mal dazu veranlasst das Spiel wieder anzuschmeißen und auf der Switch schlage ich mich im Moment in Zelda durch den Master Mode ^^