Test: Super Mario Odyssey

Nutzer-Story von Matthew1990 am 31. Oktober 2017

Konsole: Nintendo Switch

Release-Date: 27.10.2017

Abschlussdatum: 31.10.2017

Spielzeit: ca. 50 Stunden

Spielinhalt

Ich habe das Hauptspiel beendet und alle 999 Monde im Spiel gefunden.
Darüber hinaus besitze ich alle Outfits, Musikstücke, lila Währungen, Souvenirs und habe alle Capture-Items gefangen.

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Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich mit bis zu zwei Spielern durchspielen, wobei Spieler 1 Mario und Spieler 2 Cappy steuern.

Story

Bowser hat erneut Peach entführt und zwingt sie zur Hochzeit. Während Mario bereits versucht, Bowser auf seinem Luftschiff aufzuhalten, scheitert er und fällt vom Luftschiff in die Tiefe. Von Marios Mütze bleibt nur noch Fetzen übrig. Doch ein kleiner Geist fängt die Überreste der Cappy ein, findet Mario und erzählt ihm von seiner verschwundenen Schwester Tiara. Der kleine Geist übernimmt nun die Rolle von Marios Mütze und verbündet sich mit ihm, um Bowser aufzuhalten, Peach und Tiara zu retten und begeben sich gemeinsam... auf eine Odyssee!

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Review

Die Story ist wieder die übliche: Bowser entführt Peach, die später wieder von Mario gerettet wird. Dennoch muss ich sagen, dass der Aufbau dazu besser denn je ist. Wie schon in Breath of the Wild, baute Nintendo hier auf ein simples Konzept eine dermaßen gute Atmosphäre auf, dass die Umsetzung hervorragend passt.

Man jagt nicht einfach Bowser hinterher, sondern besucht viele schöne Welten. Während Bowser neue Objekte für seine Hochzeit sammelt, schlägt Mario sich auch nebenbei mit den Problemen der einzelnen Ländern herum. So taut ihr die gefrorene Wüste wieder auf oder helft den Nixen im Seeland. Direkt im Intro wird Mario nicht als der übermächtige Superheld präsentiert und auch im Laufe der Story wirkt Bowser als richtige Bedrohung.

Aber neben der beiläufigen Story wird sehr viel auf die Atmosphäre gesetzt. Die malerischen Soundtracks im Hintergrund bauen diese hervorragend aus. Immer wieder neue, aber passende Soundtracks begleiten euch durch all die schönen Länder.
Die Aussicht und die Optik der Welten sind sehr gelungen, egal ob es die tobenden Wasserfälle im Kaskadenland sind, die dichte Atmosphäre im Forstland oder der idyllische Strand mit Meerblick im Küstenland.

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Ganz ungewohnt bringen neue Länder ein komplett neues Spiel in die Welt von Mario, wie das realistisch angehauchte New Donk City. Mal raus aus dem alltäglichen Pilz-Königreich und rein in die Vielfalt verschiedener Länder!

Läden haben viele verschiedene Outfits im Sortiment, um euch passend für eure Reise zu kleiden. In der Wüste könnt ihr euch den Einheimischen als Mexikaner anpassen oder reitet auf Miauxi als Cowboy! Entdeckt die Tiefen vom Forstland als Entdecker oder legt euch in Badehose am Strand. Um euch in den großen Welten zurecht zu finden, trägt Mario immer eine Urlaubsbroschüre mit, aus der ihr Informationen zu den Ländern mit Karte entnehmen könnt.

Der Spaß beginnt erst einmal mit unserem Luftschiff: Die Odyssey. Sie bringt uns zu all den schönen Orten hin, die es im Spiel gibt. Einmal angekommen, können wir uns dann am Land frei bewegen. Wir können unserem Ziel folgen oder suchen erst einmal jede Ecke ab.
Man verspürt so viel Freiheit in den einzelnen Ländern, dass man gleich ins Erkunden stürzen möchte, denn egal, wo man sich aufhält, es gibt immer irgendetwas zu finden. Seien es die wertvollen lila Währungen, eine größere Summe an Münzen oder ein versteckter Mond, überall wird man für Neugierde, Erkundung und Geduld belohnt.
Natürlich kann man auch schnell das Ziel erledigen, aber nach dem Besiegen des Bosses der Welt fordert die Odyssey noch einige Monde, um die Reise fort zu setzen.
Nintendo setzt hier euch einen Riegel vor der Abreise, damit ihr nicht gleich wieder aus dem Königreich verschwindet, solange ihr nicht genug Monde habt. Ich hatte nie das Problem, dass ich vor der Odyssey stand und mir dachte: "Hmm... ich muss noch immer ein paar Monde finden." - denn diese lassen sich fast überall finden. Ich hatte zur Abreise immer genug Monde gesammelt, wodurch das Problem bei mir nie auftrat.
Mir gefällt dieser Gedanke, denn als schlechtes Gegenbeispiel ziehe ich Super Mario 64 heran:
In Super Mario 64 konnte man in der ersten Welt schon immer genug Powersterne sammeln, um alle anderen Welten zu überspringen. Der erste Bowserkampf konnte begonnen werden ohne nur einen Fuß in den anderen Welten gesetzt zu haben.
Ob diese Option gut ist, dass Nintendo fordert, dass man sich jedes Land genau anschaut, muss jeder für sich entscheiden, aber wieso sollte man wieder schnell aus ein Land wollen ohne es sich einmal genauer angeschaut zu haben? Wer besucht denn einen Zoo, nur um schnell wieder am Ausgang zu stehen?

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Sämtliche Items, die man in einem Land findet, sind in gewisser Form wichtig: Monde braucht man immer. Sammelt man einen bereits erhaltenen Mond ein, bekommt man 5 Münzen. Die lila Währungen bringen einem Souvenirs und/oder Outfits und sind einmalig. Pro Welt gibt es 50 oder 100 Stück. Sammelt man diese doppelt, bekommt man ebenfalls 2 Münzen pro lila Währung. Herzen und Maxi-Herzen heilen oder erhöhen die Energieleiste. Auch diese bringen Münzen, wenn man keinen Bedarf daran hat. Man findet aber auch so fast überall Münzen.
Jedoch sind Münzen in diesem Spiel von hoher Bedeutung und waren für mich bis zum Ende sehr wichtig.
Da diese Münzen bis zum Ende auch so wertvoll sind, ist ein Tod im Spiel um so tragischer. In Super Mario Odyssey gibt es keine Leben und somit kein Game Over. Man kann also keine unendlich Leben sammeln oder wird nach einem nervigen Game Over zum Titelbildschirm geführt und darf Zeit damit verschwenden sich durch das Menü zu klicken.
Nein, ein Tod wird teuer bestraft mit 10 Münzen. Ich hatte seit Langem mal wieder ein Gefühl durch einen Tod stärker bestraft zu werden.
Aber nicht, weil es mir Zeit stahl mit unnötigen Check Points oder eines von den unzähligen Leben verlor, sondern es nahm mir wichtige Ressourcen.

Über den Schwierigkeitsgrad lässt es sich streiten. Natürlich gibt es viele Monde, die einfach zu finden sind, und ihr kommt zügig weiter, wodurch man schnell am Finale angelangt. Meiner Meinung nach eine gute Option für Neulinge, denn für Veteranen gibt es genug andere Monde, die eine Herausforderung darstellen.

Es gibt viele verschiedene Monde. Manche liegen irgendwo herum oder sind etwas schwerer platziert zu erreichen. Manche wiederum sind im Boden versteckt, manche holt Cappy raus. Hin und wieder müsst ihr bestimmte Aufgaben erfüllen, wie das Sammeln von Schafen, oder Beantworten von Fragen. Auch für Minispiele und Notenjagd werdet ihr belohnt. Es gibt sogar die klassischen Passagen ohne Cappy, die es zu Super Mario Sunshine gab.

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Super Mario bietet auch noch viele schöne Momente, über die man gar nicht erst reden darf, da die schönsten Aspekte reine Spoiler sind.
Dennoch kann ich ein paar Kleinigkeiten offen legen, wie die Pixel-Arts von Katzen-Mario und Katzen-Peach, die man in jedem Level je einmal findet und einem Münzen und Herze spendieren, oder die aus Super Mario 64 wiederkehrende Charaktere, wie Nessi oder Aale.
Es gibt jedoch so vieles mehr, worüber man nicht spoilerfrei reden kann, daher muss man dies selbst erleben und in den traumhaften Genuss dieser wunderschönen Momente zu gelangen.

Weitere Situationen waren jedoch auch die 2D-Passagen, die mir sehr gefallen haben. Ihr betretet eine Pixel-Röhre und verwandelt euch in den NES-Mario, der durch die kleine Passage herum hüpft. Die Musik ändert sich zum 8-Bit-Stil und auch Marios Outfit wird angepasst. Dann gibt es noch viele verschiedene Minispiele, wie die Koopa-Wettrennen, Seilspringen, Volleyball, etc.

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Dann komme ich jetzt erst zur wichtigsten Neuerung von Super Mario Odyssey: Cappy. Bereits zur Story wurde er genannt, aber er bietet dazu neue Spielmechaniken. Zum einen ist er die neue Waffe von Mario: Man verwendet ihn, um Münzen zu sammeln, Gegner anzugreifen oder Schalter/Blöcke zu aktivieren.
Zum anderen könnt ihr auch mit ihm einige Manöver ausführen, wie das Verwenden eines Sprungfeldes. Ich möchte hier einmal anmerken, wie präzise die Steuerung von Mario und Cappy ist. Nicht ein einziges Mal hatte ich das Gefühl, die Steuerung oder Kamera sei mies. Es lässt sich so leicht, aber präzise steuern.
Darüber hinaus kann Cappy sich auf Objekte oder Lebewesen setzen und diese übernehmen, wodurch Mario in ein Frosch eintaucht und hohe Sprungpassagen überwinden kann, ihr übernehmt einen Panzer und schießt euch durch Käfige und Geröll, capert einen T-Rex und stampft alles nieder oder schnappt euch ein Fernglas, fliegt in den Himmel und bewundert die wunderschöne Aussicht über das Land.

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Darüber hinaus lässt sich das Spiel auch zu zweit durchspielen, um es mit einem Freund oder Freundin zu genießen.
Ich habe jedoch ein einzigen Kritikpunkt an das Spiel: Die Anleitung weist in der Steuerung immer nur auf Motion-Control hin, jedoch lassen sich viele Aktionen via Tastenkombination durchführen, z.B. teilt einem die Anleitung mit, dass der Drehangriff durch ruckartiges Schütteln zur Seite ausgeführt wird, jedoch nicht, dass man den Control-Stick drehen kann, um Mario drehen zu lassen, damit man mit einem Hutwurf den Drehangriff ebenfalls ausführen kann.


Wertung:

10 / 10

Matthew1990 meint:

"Super Mario nahm mich mit auf eine Reise der Nostalgie. Ein Mario-Spiel, wie ich es seit langem nicht mehr erlebt habe. Eine Dusche voller Emotionen, die alte Zeiten aufleben lässt, aber auch mit frischen Momenten überrascht."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Herausragend
Technik: Herausragend

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2 Kommentare:


Piisworld
vor 8 Monaten | 1
Stimme dir größtenteils zu. Auch ich hätte das Prädikat "perfekt" vergeben. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen weshalb die normalen Münzen als wertvolle Ressource betrachtet werden sollten. Ich habe die "Story" noch nicht komplettiert, aber schon nach den ersten Stunden zeichnet sich ein Übermaß an Goldmünzen ab.
Aber ansonsten schöner Test ;)

Matthew1990
vor 8 Monaten | 0
Danke für dein Feedback. :)
Zu Beginn dachte ich auch, dass man genug Münzen bekommt. Um nichts vorweg zu nehmen kann ich nur empfehlen, das Spiel einmal durch zu spielen. Spätestens wenn man sich die 100% aneignen möchte, werden Münzen kostbarer. :)