Test: Super Mario Odyssey

Von Tim Herrmann am 31. Oktober 2017

Ein Fest der Kreativität, eine Ode an den Unsinn und eine liebevolle Hommage an 30 Jahre Super Mario. Das ist Super Mario Odyssey. Es ist ein Meisterwerk.

Darauf mussten Fans lange warten: Nach zehn Jahren der 2D-isierung der Mario-Reihe findet Nintendo wieder zu den Wurzeln von Mario in 3D zurück; nach vier einsteigerfreundlichen New Super Mario Bros.-Titeln und nach „3D Land“ und „3D World“, die das 2D-Mario-Prinzip sanft in 3D übertrugen. Manch einer hatte kaum noch gehofft, dass Nintendo nochmal ein Spiel im Stil von Super Mario 64 entwickeln würde. Doch Super Mario Odyssey ist dieses Spiel. Es ist ein echtes 3D-Abenteuer-Jump-&-Run – so, wie Nintendo es 1996 erfunden hat.

Eine Odyssee um den Planeten

Bowser hat Peach entführt …! Doch nicht nur das: Er will die Prinzessin heiraten und klaut sich weltweit das Hochzeitsaufgebot zusammen: Krönchen, Blumen, Buffet, die Echse sackt alles ein, ohne zu fragen. Mario und sein neuer Verbündeter, die magische Mütze Cappy, nehmen also die Verfolgung auf. Für Mario-Verhältnisse ist das schon ein geradezu episches Szenario, hochwertig inszeniert in mehreren Filmsequenzen und mit einer tollen Botschaft zum Schluss!

Die Verfolgungsjagd führt die Helden durch aller Herren Länder. Eine zentrale Hub-Welt, von wo aus ihr neue Welten ansteuert, gibt es hingegen nicht mehr. Stattdessen verläuft die Reise, typisch Odyssee, eher linear. Ihr entdeckt also ein Land nach dem nächsten und habt nicht mehrere gleichzeitig zur Auswahl. Jedes Land ist eine offene Spielwelt, in der ihr euch nach Belieben austoben könnt. Um weiterzukommen, den Feinden immer auf der Spur, braucht Marios klappriges Luftschiff, die „Odyssee“, aber immer mehr Power-Monde. Diese Kleinode liegen in den Ländern reichlich verstreut.

Der Weg ist das Ziel –
oder: Warum Odyssey und 64 sich ähnlicher sind, als man meint

Auf den ersten Blick wirkt Super Mario Odyssey mit seinen „Open World“-Ländern und Power-Monden ganz schön anders als die Vorgänger, fast schon revolutionär. Tatsächlich ist es das aber gar nicht: Offene Spielwelten gab es in Super Mario 64 auch. Damals hatten sie vor allem einen Zweck: Sie waren der Weg zum Ziel. Der Unterschied zu Super Mario Odyssey besteht darin, dass der Weg jetzt mindestens genauso Ziel ist wie das Ziel selbst. Das Level-Design lädt dazu ein, immer wieder bewusst vom Pfad abzukommen und sich auf der Suche nach Power-Monden mit Nebenaufgaben zu beschäftigen.

Es gibt deutlich mehr dieser Power-Monde, als es je Power-Sterne gab, mehr als 800. An jeder Ecke findet Mario welche. Mal liegen sie in verborgenen Nischen sammelbereit herum, mal zeigen sie sich erst nach kleinen Herausforderungen, besonderen Manövern, Minispielen, Challenges oder Kämpfen. Fast im Minutentakt erklingt der Jingle, der den neuesten Power-Mond feiert. Wo ein Level früher drei bis sechs Power-Sterne bereithielt, sammelt ihr jetzt bis zu 65 Monde pro Welt. Hyper-Inflation? Schon ein bisschen.

Tatsächlich lässt sich nicht bestreiten, dass die schiere Zahl der Monde die Befriedigung über jeden Einzelnen senkt. Gleichzeitig sind die vielen Monde am Wegesrand aber kein Ersatz für quasi-gescriptete Level-Runs, sondern eher eine Ergänzung. Klare Großaufgaben pro Level gibt es auch in Super Mario Odyssey: Gelange zum bösen Endgegner, erreiche den Gipfel, hilf dem Charakter –  um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und für besonders große Heldentaten gibt es dann auch gleich einen Multimond, der drei Power-Monde zählt.

Nach diesen Aufgaben wandeln sich die Welten oft – ganz so wie früher nach dem Fund eines Power-Sterns. Neue Wege öffnen sich dann, neue Charaktere erscheinen, neue Aufgaben warten, und natürlich viele neue Monde. Nintendo nennt das jetzt zwar Open World. Aber eigentlich sind die Odyssey-Länder ganz gut vergleichbar mit den Welten von Super Mario 64, sowohl im Layout als auch in der Größe und Qualität. Die Power-Monde am Wegesrand sind sozusagen Add-Ons, die die Zeit, die man in einem Land verbringt, deutlich erhöhen.

Schnell zu Ende, doch lange nicht vorbei

Rein nominell gibt es jetzt weniger große Welten als früher; und den Abspann könnt ihr mit ein bisschen Tempo schon nach acht, neun Spielstunden sehen. Das ist aber okay. Denn Nintendo hat wieder etliche Extras eingebaut, die die Gesamtspielzeit mindestens auf das hohe Niveau der Vorgänger bringen – unter anderem gibt es in jeder Welt 50 bis 100 bestimmte Münzen zu sammeln.

Aus der Schwierigkeit entsteht die Spielzeit hingegen jedenfalls nicht. Wenn Super Mario Odyssey eines mit seinen direkten Vorgängern verbindet, dann dass es ziemlich einfach ist. Der Level-Aufbau ist selten fordernd, erst nach dem Story-Ende zieht er an. Unabhängig davon verliert Mario nach dem Scheitern immer nur ein paar Münzen. Die hat er aber oft schon nach ein paar Sekunden (mehr als) wieder drin. Als Abschreckung vor Fehlern fehlen die begrenzten 1-Ups. Die Checkpoints sind gnädig verteilt und das Spiel speichert automatisch jeden kleineren Sammelerfolg. Im Klartext heißt das: den GameOver-Bildschirm wird in Super Mario Odyssey wohl nie jemand sehen. Das ist schade. Denn ein bisschen Herausforderung, Zähneknirschen und Fluchen gehört zu Mario doch dazu.

Ein Fest der Kreativität

Langeweile kehrt trotzdem nie ein: Das Entwicklerteam aus Tokyo hat sich zig kleine Aufgaben einfallen lassen, die euch bei der Erkundung unterhalten sollen. Tatsächlich ist es unfassbar, welches Ausmaß von Kreativität in diesem Spiel steckt und wie viele Ideen die Entwickler auch nach 30 Jahren Mario immer noch haben.

Die Hauptrolle spielen dabei die Verwandlungen, das wesentliche neue Element von Super Mario Odyssey: Marios magische Mütze Cappy verschafft euch, geworfen auf Feinde oder Objekte, die Kontrolle über alles, was sie berührt. Zack! Mario wird zum Gumba. Swoosh! Mario pustet als Riesenwolke Objekte durch die Gegend. Wroom! Mario steuert ein Taxi. Die Liste der Verwandlungen lässt sich ewig fortführen. Das neue Gameplay-Element ersetzt dabei vor allem die altbekannten Power-Ups. Was früher der Bienenpilz oder die Katzenglocke war, ist jetzt eine Verwandlung. Nur dass es ungleich mehr Verwandlungen gibt, als es je Power-Ups gab. Sie verschaffen dem Spiel eine Vielfalt, eine Buntheit und einen Abwechslungsreichtum, die selbst für Super Mario außergewöhnlich sind.

Die Entwickler haben jeweils eigene kleine Gameplay-Konzepte für die vielen Verwandlungen programmiert; Konzepte, die in anderen Produktionen ganze Spielkonzepte tragen müssten, hier aber auch mal nur fünf Minuten dauern, bevor die nächste Idee abgefeuert wird. Zwischendurch mischen sich auch wiederkehrende Spielformate ein, etwa klassische Jump-and-Run-Kurse, Time-Trials, die Notenjagd oder Kostüm-Challenges. Apropos Kostüme: Niedlich sind sie zwar, aber letztlich nicht mehr als Charakter-Skins und damit kaum erwähnenswert.

Super Mario Odyssey ist vor allem eines: eine Ode an den Unsinn. Wie das Spiel und seine japanischen Entwickler immer wieder leidenschaftlich die Beklopptheit ihrer Ideen feiern, ist einfach mitreißend. Mario wird zum Tyrannosaurus Rex, bekämpft Bowsers Killerkarnickel, rast durch eine Wüste voller Eiskristalle. Nichts ergibt hier Sinn, weil es keinen Sinn ergeben muss. Mit Mario zu spielen, bedeutet, die rechte Gehirnhälfte auszuschalten und sich dem kreativen Spieltrieb hinzugeben, der Kindern innewohnt und Erwachsenen manchmal abhanden zu kommen droht.

Eine echte Big-Budget-Produktion

Nintendos Tokyo-Team hat in Super Mario Odyssey belegt, dass es nach zehn Jahren verhältnismäßiger Flaute nicht nur immer noch willens ist, große Spiele zu produzieren, sondern auch noch fähig dazu. Der Ideenreichtum und wie sorgfältig er ins Spiel geflochten wurde, ist ein Beleg dafür, die Qualität der Produktion ein anderer.

Die orchestrale musikalische Inszenierung ist, wie oft bei Nintendos Großproduktionen, herausragend. Allein im Titelsong „Jump-Up Superstar“, der in einer Sequenz fantastisch in Szene gesetzt wird, dürfte monatelange Arbeit stecken. Das Spiel schafft das Zusammenspiel aus simplen Mario-Melodien, leisen Naturgeräuschen und zahllosen Soundeffekten und Mario-Ausrufen fantastisch.

Grafisch ist Mario so detailliert gestaltet wie noch nie, mit echter Mimik und realistisch strukturiertem Haar und Outfit in 900p. Doch in den Spielwelten lassen sich bisweilen auch Schwächen in den Hintergründen erkennen. Nintendo hat sich voll und ganz auf den Teil der Welt konzentriert, in dem sich der Spieler wirklich bewegen kann; und der sieht auch prima aus. Stilistisch experimentieren sie mutig mit ganz unterschiedlichen Looks, die das Reisen zwischen Ländern verdeutlichen sollen - von einem Neon-Look im Multi-Polygon-Style über Asia-Ambiente, von platt und cartoonig bis realistisch. Aufregend!

Abseits der begehbaren Pfade versickern die Landschaften allerdings manchmal in nebeligem Matsch oder simplen Konturen. Das ist schade, weil es den Welten ein Stück Glaubwürdigkeit nimmt. Sie werden dadurch wieder mehr zu klassischen Jump-&-Run-Kursen und fühlen sich weniger nach offenen Welten an.

Im Zusammenspiel aus Neu und Alt haben Produzent Yoshiaki Koizumi und sein Team eine tolle Leistung abgeliefert. Super Mario Odyssey ist ein eigenständiges, ein modernes Mario-Spiel – und fühlt sich trotzdem auch immer wieder wie ein Best-Of aus 30 Jahren Mario an, wie eine Hommage. Die kleinen 8-Bit-Passagen, die vielen Soundeffekte und die Charaktere, die dem Spiel Leben geben: Sie alle sind ein unmissverständlicher Ausdruck des Anspruchs, den Nintendo nach wie vor für sein wichtigstes Maskottchen hat: Mario gehört nicht zum alten Eisen, ist kein Relikt der Videospielgeschichte. Er ist immer noch – oder: jetzt wieder – der wohl größte Held der Videospielwelt.

FAZIT:

Super Mario Odyssey ist im allerbesten Sinne: ein Spiel; ein riesiger Abenteuerspielplatz, auf dem man sich, ohne nachzudenken, austobt wie ein kleines Kind. Auf dem man einfach nur genießt, was die Macher sich für Unsinn haben einfallen lassen, auf dem man sich selbst vergisst und immer wieder Neues entdeckt. Super Mario Odyssey ist das 3D-Mario, auf das Fans jahrelang gewartet haben, groß, unfassbar kreativ und hochwertig produziert. Es ist konzeptionell mit seinen offenen Welten näher dran an Super Mario 64, als man auf den ersten Blick meint – und dieser Befund ist ein Ritterschlag. Die Spielwelten sind visuell und spielerisch maximal abwechslungsreich und immer liebevoll gestaltet. Beim Schwierigkeitsgrad hätten die Entwickler hingegen ruhig noch eine Schippe draufpacken dürfen, es ist ziemlich einfach. Langweilig wird das Spiel trotz der geringen Herausforderung nie: Buchstäblich hunderte von kleinen Aufgaben und Power-Monden treiben dazu an, jeden Winkel dieses Meisterwerks zu erkunden und bis zum letzten Sammelextra zu genießen, selbst wenn die Story längst zu Ende ist. Odysseen gelten gemeinhin als lange Irrfahrten – Super Mario Odyssey hingegen ist auf klarem Kurs: auf den Thron seines Genres.

Wertung:

9.5

Tim Herrmann meint:

"Super Mario Odyssey ist von vorn bis hinten beste Unterhaltung und ein Glanzstück kreativen Spieldesigns."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Herausragend
Technik: Sehr gut

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12 Kommentare:


Buttergebäck
vor 4 Jahren | 1
Habe wenig hinzuzufügen, der Test bringt es einfach auf den Punkt. Ich hatte schon ganz vergessen dass Mario zu solchen Spielen in der Lage ist. Was ich besonders genossen habe war die zum Schneiden dicke Atmosphäre an manchen Stellen, z.B. im Forstland, in Schuttlingen oder einfach während den Reisesequenzen mit der Odyssey. Ich hatte wirklich das Gefühl: Ja, so würde es sich auch in echt anfühlen, in einem gemütlich eingerichteten metallenen Luftschiff durch die sonnenbeschienene eiskalte Stratosphäre zu fliegen.

Der Schwierigkeitsgrad ist tatsächlich recht niedrig ausgefallen. Dafür stößt man nach Abschluss der Hauptstory aber auf einige Herausforderungen, die auch für mich angenehm schwierig waren.

Vielleicht noch ein Wort zu den Kostümen: Obwohl sie kaum fürs Gameplay relevant sind, haben sie mich unglaublich begeistert. Immerhin sieht man die Spielfigur ja mehr oder weniger die ganze Zeit über, da macht das schon viel aus und beeinflusst das Spielgefühl (bei mir zumindest) stark.

Enigma22
vor 4 Jahren | 2
Sehr schöner Test, der meine Retro-Sehnsucht nach Super Mario 64 nochmal hoch treibt. Dann kann ich vor Weihnachten 3D World ja nun endlich einmal durchspielen und mir dann zusammen mit Zelda, Odyssey und Xeno 2 eine Switch holen.

Farbi11
vor 4 Jahren | 0
Freu dich auf das letzte Level in 3D World, da wirst du einige Haare verlieren! Umso toller ist das Gefühl, wenn du es am Ende geschafft hast.

bench0211
vor 4 Jahren | 2
Ich werde das Gefühl nicht los dass dieses Spiel nur halbfertig ist... Im Am Ende wurde noch so viel Feinarbeit dass es nicht auffällt wie bei Wii U 3D World. Das merkt man vorallem an den undetaillierten Hintergründen. Auch habe ich das Gefühl dass New donk City von einem Tech-Test in Mario gelandet ist. Aus meiner Sicht hätte das Spiel noch 2-3 Jahre vertragen können. Die tausenden Monde an jeder Ecke fühlen sich einfach schlecht an. Ich soll 4 Musiker finden das wäre allein noch keinen Mond wert, aber bereits der erste ist nur 5m entfernt und gibt mir schon einen. Und die anderen 3 auch. Irgendwo am Wegesrand hochspringen? Mond! Mit der richtigen Kleidung ein Haus betreten? Mond! Dabei kommen mir die Level extrem linear vor. Die meisten Stellen will ich nicht nochmal wiederholen nur weil ich evtl irgendwo einen Mond übersehen habe... Die Story ist auch dauerhaft das gleiche und vorhersehbar in jedem Level... Die übrigens auch allesamt extrem klein sind und keine Herrauforderungen bereithalten... An Mario 64 kommt das imo weit nicht ran. Ich würde hier eher eine 80er Wertung abgeben...

coltrane
vor 4 Jahren | 2
Das beste ist ja hab ich gehört, dass man so viele Monde kaufen kann wir man will und die eigentlichen dann garnicht mehr zählen, weil der Counter bei 999 aufhört. Masse statt Klasse, früher war Nintendo stolz auf das Gegenteil.
Tim
vor 4 Jahren | 3
Das kann ich kaum nachvollziehen. Ich verstehe deinen Punkt mit der Grafik, den kritisiere ich ja oben auch. Scheint offensichtlich eine Design-Entscheidung zu sein, das so zu machen, damit die Spieler wissen, wo sie laufen können und wo nicht.

Beim Rest ... ja, es gibt verdammt viele Monde, und ja, oft genug fühlt es sich an, als habe man ihn nicht verdient. Gleichzeitig entsteht aber auch schnell so ein Sammelgefühl, das ich ganz cool finde und dass mich unheimlich anstachelt, die Levels wirklich auseinanderzunehmen, um alles zu finden. Und spätestens dann sind sie auch nicht mehr linear.

Dass die Levels eher klein sind, ist wahr. Deswegen sage ich oben auch, dass "Open World" eigentlich nur ein Buzzword ist. Tatsächlich sind sie aber ungefähr genauso groß wie die von SM64. Nur dass die Welten in 64 halt eben nicht diese Dichte an versteckten Geheimnissen beinhaltet haben - da hat Odyssey in meinen Augen klar die Nase vorn.

@coltrane: Das stimmt so nicht. Richtig ist, dass du in jeder Welt genau einen der Monde im Shop kaufen kannst (bis 999 geht der Counter übrigens gar nicht, weil es nicht so viele Monde gibt). Aber du kannst natürlich nicht einfach alle Monde mit Münzen einkaufen ...

Nintendofan
vor 4 Jahren | 0
@Tim: Dann bist du vielleicht noch nicht im Post-Game... ;-)

Matthew1990
vor 4 Jahren | 1
"Das stimmt so nicht. Richtig ist, dass du in jeder Welt genau einen der Monde im Shop kaufen kannst (bis 999 geht der Counter übrigens gar nicht, weil es nicht so viele Monde gibt)"
Das ist leider nicht wahr. Man kann sehr wohl unendlich Monde kaufen und auf 999 kommen. Ich kann gerne Beweisbilder präsentieren.
Ich denke, hier kommt das große Problem bei den Leuten: Viele spielen es an und bewerten es. Da legt das Spiel nach dem Abspann noch eine ordentliche Schippe drauf.

Das Beispiel mit den Musikern finde ich irgendwie albern.Ob man für 4 einen Mond bekommt oder für jeden jeweils einen Mond. Das ist doch gehüpft wie gesprungen. Wayne? Am Ende hat man eh alle vier Musiker gefunden.
"Würden sie ein ganzes Hähnchen zu mitnehmen bestellen?" - "Ne, ich hätte lieber zwei halbe Hähnchen. Davon habe ich doch mehr!"

Mario Odyssey ist auch kein Super Mario 64 oder Sunshine. Es soll eine Welt zum Erkunden anregen. In SM64 und Sunshine gab es keinen Grund dazu, jeden Winkel abzusuchen.
Natürlich gibt es leicht versteckte Monde, manche aber sind auch recht schwer zu bekommen.
Ich würde es als "balanciertes Ausdehnen für die breite Usermasse" bezeichnen: Wie ich selbst bereits schrieb: Für Neulinge sind die leichten Monde, für Veteranen geht das Spiel noch kniffeliger weiter.
Btw. wenn einem das Erkunden einer Welt keinen Spaß macht, ist Odyssey nicht schlecht, sondern das falsche Spiel. :)

Tim
vor 4 Jahren | 1
Ja, habe ich blöd ausgedrückt. Man kann natürlich diese ganzen Monde kaufen, aber es ist ja nicht so, dass man sich dadurch die gleichen Monde "einkauft", die man normalerweise spielerisch finden müsste. Also, die eingekauften Monde sind sozusagen ein Extra außerhalb des eigentlichen spielerischen Umfangs (und die werden dann doch sogar separat von der eigentlich gesammelten Zahl angezeigt). Verstehe zwar die Mechanik dahinter nicht, finde aber auch nicht, dass sie irgendwas kaputtmacht.


mega
vor 4 Jahren | 0
Muss ich hier aber zustimmen. Ab einem gewissen Punkt kann man Monde im Shop sogar als 10er Bundle kaufen... Das kann man eigentlich nicht übersehen, es sei denn man hat nie so weit gespielt ^^

DekuDude
vor 4 Jahren | 0
Ein wirklich toll geschriebener Test. Auch wenn ich bei den technischen Schwächen noch gerne gelesen hätte, dass es Pop Ups (Texturen und Objekte) gibt. Das hat mich tatsächlich gestört.

Aber an sich eine nachvollziehbare Wertung! :')

Okarina der Zeit
vor 3 Jahren | 0
So hab alle Monde.
Richtig geiles game!
Habe aber eine Sache sehr vermisst... Ne richtig geile Geisterwelt