Hands-On: Final Fantasy XV Platinum Demo

Von Michael Prammer am 02. Juni 2016

Auf der RPC ist Final Fantasy XV der Hauptsponsor. Grund genug für uns die aktuelle Demo des Titel unter die Lupe zu nehmen. Das Spiel dürfte nicht nur für Rollenspiel-Fans zu einem der absoluten Highlights des Jahres gehören. Das Franchise gilt als eine der beliebtesten Spieleserien überhaupt und die Vorfreude auf den neuesten Ableger war bislang so immens, dass sich viele Fans Final Fantasy Type-0 HD nur wegen eines beiliegenden Codes zu einer Demo-Version gekauft haben. Seit einigen Wochen ist eine weitere Demo erhältlich und konnte bereits ausführlich ausprobiert werden. Außerdem konnte der Titel auch am vergangenen Wochenende auf der Role Play Convention in Köln begutachtet werden. Was wir bislang für einen Eindruck von Final Fantasy XV haben, erfahrt ihr in unserem Preview.

Ein eigenständiges Demo-Abenteuer

Aktuell bietet Square-Enix den Spielern die sogenannte Platinum-Demo an. Diese ist nicht, wie meist sonst, ein Auszug aus dem fertigen Spiel, sondern ein separates in sich abgeschlossenes Abenteuer mit der Spielmechanik von Final Fantasy XV. Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen Noctis, der von einem Fantasiewesen begleitet wird, das einem Fuchs ähnelt. Die Aufgabe des Protagonisten ist es, aus eines Traumwelt zu entkommen, die in vier unterschiedliche Szenarien aufgeteilt ist. Die zentrale Aufgabe ist das Sammeln von Kristallen und das Erreichen des Ausgangs. Im Spiel selbst sind nur wenige Gegner zu finden, welche in Echtzeit bekämpft werden. Ob man diese kurzen Action-Sequenzen automatisch ablaufen lässt, oder selbst in das Geschehen eingreift, bleibt dem Spieler überlassen. Man kann sich übrigens auch gänzlich aus Kämpfen raus halten, indem man um die Gegner herumschleicht.

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Im Spiel sind einige Ausrüstungsgegenstände zu finden, die jedoch kaum von Bedeutung sind. Am Ende des kompletten Spiels steht nämlich ein Endkampf an, der mit dem vorangegangenen Abenteuer gar nichts mehr zu tun hat. Dazu kommt, dass die kurze Episode nach spätestens 30 Minuten abgeschlossen ist. Viele Eindrücke vom Spiel bekommt man dadurch also nicht, denn die Kämpfe mit dem jungen Noctis sind doch sehr begrenzt. Außerdem sind die vier „Level“ recht sehr skurril und stehen in keinerlei Zusammenhang zueinander. Zunächst besucht man eine lineare Schlucht, dann geht es in ein übergroßes Kinderzimmer. Das dritte Szenario führt den Spieler in eine Stadt, ehe das Finale - bestehend aus einem Bosskampf mit einem deutlich älteren Charakter - stattfindet. Die Ideen, die hier zum Tragen kommen und einige Spielelemente wie beispielsweise ein Rätsel in dem Kinderzimmer sind nett und machen Lust auf mehr. Jedoch wirkt alles nicht zu Ende gedacht und gerade wenn man denkt „Gar keine schlechte Idee, liebe Entwickler!“, endet das Geschehen prompt.

Die Optik lässt die Muskeln spielen

Die Präsentation ist allerdings gelungen und zeigt schon mal vorab, was Final Fantasy XV leisten könnte. Die Charaktere sehen beeindruckend aus und auch die Hintergründe wissen bereits in der Demo zu gefallen. Dazu ist das Spiel fast frei von Rucklern, was bei einer Demo nicht immer selbstverständlich ist. Die Musik gefällt ebenfalls, wenn auch die Soundkulisse in der Demo nicht unbedingt herausragend ist. Die Steuerung ist zwar einfach gehalten, einige Erklärungen wären aber dennoch wünschenswert gewesen. 

Auf der Role Play Convention gab es dann nochmal die Dinge zu sehen, die im Vorfeld auch auf dem Final Fantasy XV Uncovered Event zu sehen gab. Offenbar ist man bei Square-Enix darum bemühnt nicht zu viel Inhaltliches vorab zu verraten, weshalb man sich zum Beispiel dazu entschied einen Trailer zu veröffentlichen, der nur Spielumgebungen zeigt. Natürlich ist dieser Trailer mit dem Namen „World of Wonder“ dadurch nicht minder beeindruckend und zeigt eindrucksvoll, auf was wir uns freuen dürfen.

Fazit:

Als kurze Demonstration, was den Spieler in Final Fantasy XV erwarten kann und wie die Spielmechanik funktionieren könnte, taugt die Platinum-Demo allemal. Fans und Interessenten dürfen sich auf diese Weise schon mal auf das nächste große Final Fantasy einstimmen und erhalten auch einen Vorgeschmack auf die Technik. Mehr ist das Spiel allerdings nicht, denn es fehlt einfach an Substanz. Viele Ideen wurden angerissen, leider aber nicht zu Ende gedacht. Das beginnt bei den Leveln, geht weiter mit den Kämpfen und endet beim etwas undurchsichtigen Ende, das leider nichts mit den drei vorherigen Kapiteln zu tun hat. Auf diese Weise kann die Demo als eigenständiges Szenario leider nicht überzeugen und schaffte es leider auch nicht, den ganz großen Hype um den Titel zu generieren. Dafür sind wohl etwa der neue Begleit-Anime Final Fantasy Brotherhood gedacht. Dessen erste Episode ist bereits seit geraumer Zeit erhältlich. Die zweite Folge soll im Rahmen der E3 veröffentlicht werden.

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3 Kommentare:


DekuDude
vor 4 Jahren | 0
3. Zeile von unten: *geDacht

Sehe ich ähnlich. ^^ Es war auch eher eine Technik-Demo und sollte für sich alleinstehend gar nicht überzeugen.

Denios
vor 4 Jahren | 0
Da sind die beiden Bravely Demos aber deutlich besser und durchdachter, liebe Square Enixler.

Hakuo
vor 4 Jahren | 0
Was ich bisher etwas schade finde, ist, dass man von der "Red witch" nach dem Trainer damals nichts mehr gesehen hat. Seit dem Trainer ist das die ansprechendste figur für mich gewesen, hoffe man hat sie nicht rausgeschnitten^^