Test: Splatoon 2

Nutzer-Story von Matthew am 30. August 2017

Konsole: Nintendo Switch

Release: 21.07.2017

Abschlussdatum: 30.08.2017

Spielzeit: ca. 225 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe den Einzelspieler-Modus abgeschlossen, dabei alle Schriftrollen und Anchovium gesammelt. Dazu habe ich alle Upgrades erhalten und jedes Level mit jeder Waffe abgeschlossen und damit jede Helden-Waffe freigespielt.

Ich habe aktuell alle verfügbaren Waffen gekauft und mein Online-Level auf 50 maximiert.


Spieleranzahl

Der Einzelspieler lässt sich nur alleine durchspielen.

Der Online-Modus ist in sechs Bereichen unterteilt:
Im Salmon Run kann man mit bis zu vier Spielern spielen.
Alle anderen Modi spielt man mit acht Spielern online. Im Standardkampf kann man jederzeit seinen Freunden folgen. Der Rangkampf ist dagegen nur alleine betretbar. Dafür könnt ihr in den Ligakampf zu zweit (Duo) oder zu viert (Team) gegen andere Spieler spielen.
Im privaten Kampf kann man aus Spaß mit bis zu 10 Spielern eine Lobby eröffnen, wobei zwei davon das Match nur beobachten können.


Story

Ihr betretet als Inkling die Stadt Inkopolis, doch während man die belebte Stadt betrachtet, fällt einem eine vermummte Gestalt auf. Ihr folgt ihr durch einen Gullideckel und landet in die Welt der Oktorianer. Dort angekommen trefft ihr auf Limone, die einem erzählt, dass der Elektrowelz verschwunden sei und die Oktorianer daran wieder Schuld seien. Auch Aioli lässt sich nicht mehr auffinden. Ihr werdet als neuer Agent Nr. 4 aufgenommen, um gegen die Oktorianer zu kämpfen.

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Review

Der Einzelspieler-Modus hat eigentlich die selbe Geschichte, wie sein Vorgänger. Auch vom Gameplay hat sich nicht viel geändert.
Es gibt viele neue Level mit neuen Mechaniken, darüber hinaus gibt es nun verschiedene Waffentypen, um den Einzelspieler-Modus durchzuspielen. So könnt ihr manche Level mit der Sniper, andere mit dem Roller beenden. Die Einzelspieler-Kampagne umfasst ca. 30 Level mit Bosskämpfen, welche im Durchschnitt 3 bis 5 Minuten dauern.

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Mehr offline Elemente existieren nicht, da Nintendo keinen offline Mehrspieler eingebaut hat. Statt den Offline-Mehrspieler auszubauen oder zu verbessern, entfernte man ihn komplett. Jedoch könnt ihr lokal bis zu acht Switches für Salmon Run oder Private Kämpfe verbinden.

Das Kernelement ist jedoch der Online-Modus, denn dort befinden sich sämtliche Modi, die das Spiel erst ausmachen: Standard-, Rang- und Ligakampf. Dazu kommt ganz neu der Salmon Run.

Das Spiel startet meist mit den Nachrichten: Welche beiden Maps sind für Standard-, Rang- und Ligakampf aktiv. Darüber hinaus wird bekannt gegeben, welcher der drei Modi für Rang- und Ligakampf zur Verfügung stehen: Herrschaft, Goldfisch-Kanone oder Turm-Kommando.
Wenn der Salmon Run aktiv ist, wird auch darüber eine Meldung kommen, welche Map mit welchen Waffen aktiv ist.
Dies klingt praktisch, ist jedoch extrem nervig. Die Nachrichten lassen sich weiterhin nicht überspringen, obwohl man schon einen Terminkalender für kommende Maps/Modi im Spiel über das Menü aufrufen kann. Im 2.Teil wurden die Nachrichten durch Ligakampf und Salmon Run noch länger.

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Die Karten und Modi sind im PvP (Standard-, Rang- und Ligakampf) alle zwei Stunden lang aktiv, danach werden diese gewechselt.
Der Salmon Run ist ca. alle zwei Tage meist für 24 Stunden geöffnet.
Dies mag sich vielleicht nach zwanghafter Einschränkung anhören, finde ich subjektiv gesehen jedoch sehr gut. Damit teilt sich die Community nicht zu sehr auf und hat noch immer eine fokussierte Spielergemeinschaft. Auch das Festlegen der Modi empfinde ich für gelungen,denn so könnt ihr euch mit einer passenden Waffe ausrüsten und euch auf die Konstellation einspielen.

Der Standardkampf ist der erste Schritt im PvP-Online-Modus, wo man zu viert gegen ein anderes Team spielt. Dabei wird die Lobby mit acht Spielern gefüllt und zufällig aufgeteilt. Freunde können dazu joinen, wodurch die Möglichkeit besteht, zusammen, aber auch gegeneinander zu spielen.
Das Ziel ist es, so viel Fläche von der Karte mit der eigenen Farbe einzufärben, wie es nur geht. Dazu kann man die Gegner natürlich auch ausschalten, was einem Zeit- und Farbvorteil verschafft. Für ein Match hat man immer 3 Minuten Zeit.

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Ab Level 10 kann man in den Rangkampf gehen. Ihr könnt dann an der Rotation teilnehmen und in dem entsprechenden Modus euren Rang steigern. Die drei Modi sind: Herrschaft, Goldfisch-Kanone und Turm-Kommando.

- Herrschaft: In der Mitte der Karte befindet sich eine Fläche, die ihr einfärben müsst. Ab einen bestimmten Anteil, habt ihr die Herrschaft über die Fläche. Dann gilt es, diese zu verteidigen. Ziel ist es, eine bestimmte Zeit die Herrschaft zu behalten bis der Zähler 0 erreicht.

- Turm-Kommando: In der Mitte befindet sich ein Turm, auf dem mindestens ein Spieler drauf sein muss, um diesen zu kontrollieren. Sobald ein Spieler den Turm betritt, fährt dieser samt Spieler eine vorgegebene Strecke ab. Fällt der Turm in die Hände der Gegner oder bleibt eine längere Zeit unberührt, fährt dieser wieder zurück. Zwischendurch hält der Turm an bestimmte Checkpoints, die einmalig abzuwarten gilt. Ziel ist es, den Turm so nah wie möglich an die letzte Station zu fahren..

- Goldfisch-Kanone: Zentral der Karte befindet sich eine Goldfisch-Kanone, geschützt durch eine Barriere. Sobald die Barriere durch Einfluss von Tinte geöffnet wurde, profitiert das Team mit einem Farbvorteil und die Kanone lässt sich greifen. Der Spieler, der sich die Kanone schnappt, verfügt nun über eine neue Waffe, die wie ein Raketenwerfer funktioniert. Schafft ihr es mit der Goldfisch-Kanone in auf die gegnerischen Seite zu gelangen und dem Podest hoch zu schwimmen, beendet ihr das Match und kassiert ein Sieg für euer Team.

Die Teams bestehen auch hier aus vier Spielern und werden ebenfalls wieder zufällig zusammen gewürfelt. Freunde können jedoch euch nicht folgen. Damit spielt ihr hier nur für euch alleine.


Sobald ihr in mindestens einen Modus den Rang B- erreicht habt, schaltet ihr den Ligakampf frei. Dieser unterscheidet sich vom Rangkampf nicht groß. Ihr könnt in den Duo- (2 Spieler) oder Team-Modus (4 Spieler) als Team einsteigen. Jedoch ändert ihr hier nicht euren Rang, sondern könnt innerhalb der aktiven Modirotation eine Teamwertung aufstellen. Die maximale Wertung wird als Rekord vermerkt und nach der Map-Aktualisierung ausgewertet. Hier geht es darum, sich an die Spitze zu kämpfen, um mit Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen belohnt zu werden. Einen Mehrwert hat die Platzierung jedoch nicht und die einzelnen Medaillen werden im Spiel nicht aufsummiert vermerkt.

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Es gibt noch einen privaten Modus, um mit Freunden freie Modi, Maps und Teams gestalten zu können. Man kann dann zwar keine Erfahrungspunkte oder Gold sammeln, dafür können zwei weitere Spieler in die Lobby, um zuzuschauen.

Der Salmon Run ist wohl die größte Neuerung. Angefangen auf zwei, mittlerweile auf drei verschiedenen Karten könnt ihr in einem Survival-Modus zu viert spielen. Zu jedem Termin wird auch ein festes Waffen-Set festgelegt. Ihr müsst hier drei Angriffswellen von Salmoniden überleben und genügend Eier sammeln. Diese werden von Boss-Salmoniden fallen gelassen, die innerhalb von 100 Sekunden an bestimmten Stellen aus dem Wasser kommen. Nach Abschluss der drei Wellen warten auf einem Ausrüstungen, Geld, Fragmente und Coupons als Belohnung.

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Zwei weitere Neuerungen gibt es in Splatoon 2, die einem das Erreichen von Zielen erleichtert: Ihr könnt Coupons an einem Snackstand eintauschen, um mehr Gold und Erfahrungspunkte zu verdienen. Ihr könnt jedoch mit Getränken mehr Einfluss auf die Fähigkeiten eurer Kleidung ausüben. Eine weitere Neuerung ist das Sammeln von Fragmenten. Im Salmon Run könnt ihr per Zufall Fragmente als Belohnung erhalten, ihr könnt euch aber auch welche dazu verdienen, wenn ihr bei Sid die Fähigkeiten zurück setzt oder mit Supermuscheln neu auswürfeln lässt. Dadaurch könnt ihr viel effizienter eure Wunschrüstung anfertigen.

Die Splatfeste kehren auch wieder zurück. Dort treten wieder zwei Parteien gegeneinander an, bei dem ihr euch für eine Seite entscheiden könnt, und dann spielt ihr am genannten Termin 24 Stunden lang gegen das andere Team im „Standardkampf“-Format. Dabei könnt ihr einen temporären Rang erhöhen, der die Muschelanzahl bestimmt. Zum ersten Mal könnt ihr auch zu viert für das Splatfest spielen.
Die Punktevergabe spiegelt sich auch neu wieder:
- welches Team die meisten Spieler hat
- welches Team die meisten Siege hat
- welches Team die meisten Siege durch 4er-Teams hat

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Das Splatfest ist zwar eine gute Möglichkeit schnell an Fragmenten durch Muscheln zu kommen, schränkt euch jedoch im Online-Spiel ein. Ihr könnt nur alleine oder zu viert online spielen, dann aber auch nur Revierkampf. Der Rang- und Ligakampf bleiben über den Zeitraum geschlossen.
Splatoon 2 ist ein primäres Online-Spiel, dennoch hatte ich das Gefühl, ich wurde eingeschränkt, um mit Freunden spielen zu können.
Ich finde es schade, dass ich unbedingt zu viert sein muss, um mit Freunden am Splatfest teilnehmen zu können. Ich fühlte mich auch ausgebremst, dass ich erst mit Rang B- zusammen mit Freunden online spielen kann.

Ein weiteres Online-Problem sind Verbindungsabbrüche: Im Liga- oder Rangkampf könnt ihr vielleicht noch ein 3vs4 überleben, aber in den meisten Fällen führt ein Disconnect im Team zur Niederlage. Wenn es kein Eigenverschulden ist, verliert ihr nichts/nicht viel, aber die Zeit ist dennoch verschwendet. Wieso wird der fehlende Platz nicht durch jemand anderes aufgefüllt? Wieso kann ich nach einem Disconnect nicht wieder ins Spiel rein joinen und weiter machen?

Eine Kleinigkeit an Neuerung ist das neue Minispiel. Es ist eine Art Rhythmus-Spiel, welches ihr auf dem Platz anspielen könnt. Leider gibt es kein Minispiel mehr in der Warteschlange, um euch die Wartezeit zu überbrücken. Es ist vielleicht ein kleiner Verlust, aber ist zusammen mit dem fehlenden Offline-Mehrspieler ein Schritt zurück.

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Ansonsten unterscheidet sich Splatoon 2 im Vergleich zum Vorgänger in seinen Änderungen statt Neuerungen. Man tauschte die alten Maps aus und hat ganz neue Maps vorbereitet… zumindest fühlen sich fünf der acht Maps neu an (nach dem Update: 6 von 9). Drei davon sind aus dem Vorgänger neu überarbeitet, was meiner Meinung nach das größte Argument ist, es als „Splatoon 1.5“ zu verkaufen.
Jedoch wurde endlich das in den Maps verarbeitet, was ich im Vorgänger vermisst habe: Die Single-Player-Elemente. Schwämme und Tinten-Kanäle wurden in den Online-Maps eingebaut. Leider ignorierte man die neuen Elemente aus dem neuen Einzelspielermodus, wie die Laufbänder.
Die meisten Waffen sind auch aus dem Vorgänger bekannt, haben jedoch meist neue Waffenkombination im Bezug der Sekundär- und Spezialwaffe.
Auch die Spezialfähigkeiten wurden alle ausgetauscht und fühlen sich alle ausbalancierter an.

Eine weitere Änderung ist nach jedem Match ist zu erkennen: Es wird einem nicht mehr die Tode aller Spieler aufgelistet, sondern bekommt nur Informationen zur Anzahl eingesetzter Spezialangriffe. Alle anderen Informationen lassen sich nur in der App nachschauen.
Und hier kommt der nächste Punkt: Nicht jeder hat die Nintendo-App, jedoch beinhaltet sie viel mehr Informationen, die das Spiel sicherlich auch verkraftet hätte.
Ihr könnt nur in der Online-Map seine letzten 50 Matches mit Spielstatistik und Mitspielern sehen. Auch den höchsten Rang mit Medaillenanzahl sieht man nur in der App. Die Termine innerhalb 24 Std., welche Freunde in welchem Splatfest sind, Top 100-Rangliste der Ligakämpfe international (im Spiel sieht man nur global).

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Anhang

- Ich habe aktuell einen kompatiblen amiibo:
Limone (Splatoon)


Wertung:

8 / 10

Matthew meint:

"Splatoon 2 bleibt weiterhin primär im Online-Modus. Zum Vorgänger gibt es wenige Neuerungen, doch viele Veränderungen."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Gut
Technik: Gut

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2 Kommentare:


JeWe
vor 1 Jahr | 1
Sehr schön geschrieben uns spiegelt auch im großen und ganzen meine eigene Meinung zu dem Spiel wider. Ich finde aber, dass man das mit den verfügbaren Modi auf jeden Fall besser hätte lösen können/sollen.
Achja, und wow, dass du es bereits bis Level 50 geschafft hast.

Matthew1990
vor 1 Jahr | 0
Die Antwort kommt wohl sehr spät, aber: Danke für dein Feedback!
Mit Coupons geht es recht fix.
Ja, eine bessere Lösung hätte man in der Tat finden können.