NplusX-Diskussion: "Kein Mensch braucht mehr Handhelds!"

Von Tim Herrmann am 20. Mai 2016

Einst waren sie Sensationen auf dem Technikmarkt: portable Videospielkonsolen wie der GameBoy oder der Nintendo DS. Wir finden: Heute braucht kein Mensch mehr Nintendos Handhelds.

Als Nintendo den klobigen Kasten aus dem Wohnzimmer um das Jahr 1990 herum auf Handtaschenformat schrumpfte, entstand auf einmal ein Riesenmarkt. Unterwegs spielen? Nicht nur was für Technik-Nerds. Spätestens als die alte „Keksdose“ von der Hand- in die Hosentasche wanderte, war der Durchbruch gelungen.

Seitdem waren Handhelds bei Nintendo ein Fels in der Brandung. Alle Generationen verkauften sich doppelt, dreimal oder sogar viermal so oft wie ihre Konsolenpendants. Auch in den vergangenen fünf Jahren gingen für jede Wii U-Konsole vier Nintendo 3DS durch die Kassen. 

Man könnte also meinen, die Handhelds seien eine Konstante in einem unruhigen Markt, die Nintendo noch durch jede schwierige Phase gebracht haben – und weiterhin bringen. Doch die Überlegenheit des Nintendo-Handhelds über die Heimkonsole täuscht über eines hinweg: In den vergangenen fünf Jahren ist Nintendos Handheld-Geschäft rapide geschrumpft. Und es wird weiter schrumpfen. Grund genug für uns zu sagen: Kein Mensch braucht mehr Handhelds.

Es wird mehr mobil gespielt als je zuvor, doch Nintendo spielt nicht mit

Die Ironie an der Sache: Mobile Gaming ist heute so populär wie nie zuvor. Nur befindet sich der Markt dafür heute auf Smartphones, die so weit verbreitet sind, wie es noch nie eine Spielekonsole war. Nintendo bekommt vom Kuchen kaum noch etwas ab.

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„Candy Crush und Quiz-Spiele, Angry Birds und Geschicklichkeit – das sind ja alles nur Casual-Spielchen ohne Substanz“, sagen viele und meinen: für komplexe Spiele taugen Smartphones nicht. Mag stimmen. Mobile Gaming ist in aller Regel Casual Gaming. Doch diese Erkenntnis ist nicht neu; und schon gar nicht auf Smartphones beschränkt. 

Sie galt immer, vor allem auf Nintendos Handhelds. Auf dem GameBoy war es Tetris, das zum Durchbruch verhalf, der Nintendo DS hatte Nintendogs, Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging und Animal Crossing. Gewissermaßen dienten die Handhelds dazu, möglichst viele Spieler mit kurzweiligen Casual-Games zu ködern, um sie dann für klassische Spiele auf der Konsole zu gewinnen. Das Ur-Konzept des GameBoys war: Spieler müssen Nintendo nie mehr aus der Hand legen.

Ohne Casual-Gaming bröckelt das Fundament des Handheld-Konzepts

Mittlerweile funktioniert dieses Konzept immer weniger. Smartphones haben Casual Games wie Rätsel, Lifestyle-Berater und Geschicklichkeitsspiele gekapert, kopiert und perfektioniert. Die mobilen Alleskönner sind noch einfacher zu bedienen und bieten Spiele zudem als nahezu kostenloses Extra-Feature. Wer nur einen schnellen Puzzle-Zeitvertreib sucht, braucht beileibe keinen Nintendo 3DS plus Spiel dafür. Auf dem Smartphone, das man sowieso hat, kostet es (fast) nichts zu spielen.

Nein, im Casual-Bereich und damit im wichtigsten Feld des Mobile Gamings ist für Nintendo-Handhelds gerade nichts zu holen. Sehr deutlich wird das am Beispiel des dritten Kawashima-Gehirntrainings für den Nintendo 3DS. Seine 90.000 Verkäufe stehen in keinem Verhältnis zu den 25 Millionen der beiden Vorgänger, in Europa erschien es nicht einmal mehr. Der Casual-Markt findet auf Nintendos Handheld-Konsole nicht mehr statt. Das hat auch Nintendo erkannt: Die Mobile-Initiative mit DeNA soll vor allem endlich wieder die große Zielgruppe erreichen. Bezeichnend ist so vor allem die Ankündigung der kommenden Apps zu Fire Emblem und Animal Crossing: zwei Kern- und Traditionsfranchises jetzt als echte Spiele auf Smartphones.

Bleiben also klassische Software und Traditionsmarken, die Nintendos Handhelds vom Casual-Einerlei auf Smart-Devices abheben, weil sie anständige Steuerung brauchen. Doch müssen sie wirklich unbedingt auf einem mobilen System laufen? Alle Studien zeigen: Die meisten Nutzer spielen auf ihren Handheld-Konsolen ohnehin zu Hause, weil Spiele wie The Legend of Zelda zu komplex für zehn Minuten zwischendurch sind. Brückenkonzepte, die mobil besser funktionieren als auf der Konsole, dabei aber nicht als reine Casual-Spiele gelten, sind rar. Animal Crossing gehört zum Beispiel zu ihnen. Es wandert nun auf Smartphones. Oder Pokémon; das mit Pokémon Go bekanntlich ebenfalls gerade für iOS und Android umgesetzt wird.

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Das Motto „Software verkauft Hardware“ zieht aber nach wie vor. Derzeit halten Nintendos starke Eigenentwicklungen den Handheld am Leben. Spiele wie Fire Emblem, Mario Kart, Luigi’s Mansion 2 oder The Legend of Zelda binden Spieler an die Nintendo-Hardware und haben dafür gesorgt, dass der Nintendo 3DS auch in seinem fünften Jahr noch deutlich besser dasteht als sein Heimkonsolenpendant. Doch nicht, weil er ein Handheld ist. Nicht, weil man mit ihm unterwegs spielen kann. Sondern weil er die Plattform ist, für die Nintendo mehr und bessere Spiele veröffentlicht. Es ist den meisten Nutzern völlig egal, auf welcher Plattform sie laufen; Hauptsache, man kann sie spielen.

Gedankenexperiment: die ultimative Nintendo-Konsole

Für reine Casual-Konzepte wie Gehirntraining, Rätsel- oder Geschicklichkeitsspiele braucht es also keine Handheld-Konsolen mehr; sie sind auf Smartphones besser aufgehoben. Für die allermeisten klassischen Spielkonzepte braucht es sie aber auch nicht, denn sie funktionieren auf Heimkonsolen mindestens genauso gut. Grund genug für unsere provokante These: Kein Mensch braucht Nintendos Handhelds mehr.

Deshalb ein Gedankenexperiment. Nintendo gibt den Handheld auf und kann die freien Entwicklungskapazitäten auf eine Plattform konzentrieren. Das Ergebnis wäre doch eine ultimative Nintendo-Konsole, auf der quasi alle zwei Wochen ein Blockbuster erscheint, weil sich die Spiele nicht mehr auf zwei völlig voneinander losgelöste Plattformen aufteilen. Nintendo könnte sich die hauseigene Konkurrenz zur Konsole sparen, sich vom einstigen Erfolgsmodell trennen und klare Prioritäten setzen: die ultimative Nintendo-Plattform entwickeln.

Zum Schluss: ein Blick in die Kristallkugel

Ein Blick in die Zukunft: Nintendo weiß selbst alles, was hier steht. Doch die portable Hardware ist zu fest in der Firmenorganisation verankert und vor allem in Japan noch zu wichtig und ertragsstark, als dass man sie einfach aufgeben würde. Eines ist jedoch gewiss: Kommende Nintendo-Handhelds werden keine losgelösten, eigenständigen Plattformen mehr sein, die exklusive Spiele bekommen, die es auf einer Heimkonsole nicht gibt. 

Vielmehr wird Nintendo daran arbeiten, Spiele für zu Hause zu entwickeln und gleichzeitig für unterwegs anzubieten; der New Nintendo 3DS diente dafür als Pilotprojekt, denn er verfügt über alle Funktionen des Wii U GamePads. Die Zusammenlegung der Hardware-Teams in Kyoto hat die Grundlagen für diese Cross-Plattform-Entwicklung geschaffen, wahrscheinlich gibt es die ersten Ergebnisse schon bei Nintendo NX zu sehen; nach wie vor wird heftig gemunkelt, dass NX aus einem Mobil- und einem Stationärteil bestehen wird. 

Unterdessen wird Nintendo versuchen, weiter den wichtigen Casual-Markt zu umwerben. Doch nicht mehr auf eigenen Plattformen (früher wären es die Handhelds gewesen), sondern dort, wo das Publikum dafür ist: auf Smartphones. Sie sind ja, auch im wahrsten Sinne des Wortes, die neuen Handhelds, die „in der Hand Gehaltenen“.

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25 Kommentare:


Gengor
vor 4 Jahren | 3
Interessante Position zu dem Thema und schön gemachter Video-Beitrag. Bin mal gespannt, inwiefern ihr hierzu Recht behalten werdet. :-) Was mir beim Handy-Spielen aber i.d.R. fehlt, sind echte Knöpfe und ein D-Pad. Und weil die Hersteller nicht davon ausgehen können, dass man einen BT-Controller dabei hat, bleibt die Steuerung i.d.R. beim Touch. Das stört bei manchem Genre mittel bis extrem (Fighting, Action, etc.).

GF0P
vor 4 Jahren | 1
BLASPHEMIE !!! Aber ich seh das ähnlich.

Blacksierra
vor 4 Jahren | 1
Stimmt

prog4m3r
vor 4 Jahren | 0
Rein faktisch mag es stimmen, der gemeine Casual braucht keinen Handheld. Aber nicht desto trotz bietet die portable Konsole einige Vorteile gegenüber der Heimkonsole, nicht nur für Nintendo, welche hier mit diversen Revisionen ordentlich Geld machen können. Vom offensichtlichen, wie geringeren Entwicklungskosten für die bei schwächerer Hardware weniger aufwändigen Grafiken, über die 3rds welche hier Spiele und Konzepte veröffentlichen, welche es niemals auf die Heimkonsolen schaffen werden, bis hin zum Endnutzer welcher hier eine Spielplattform zum Einstiegspreis (ab 79,99$) bekommt auf der er mehr als Casual Titel spielen kann. Der Handheld mag an Boden verlieren, doch einige Aspekte u.A. der japanische Markt werden dafür sorgen, dass er weiter besteht, in der einen oder anderen Form... zumindest solange Smartphones einfach nur Smartphones bleiben ;)

Belphegor
vor 4 Jahren | 0
Oh Gott jetzt machen sie auch noch ne news draus. Ich habe mein Statement ja bereits im Forum ausführlich kundgetan und kann dem ganzen Artikel von A bis Z nicht zustimmen.

Schniko
vor 4 Jahren | 3
Musst du ja auch nicht.

November2019
vor 4 Jahren | 1
logische schlussfolgerung...

Clessidor
vor 4 Jahren | 1
Bin kein großer Fan von Smartphones als Spieleplattform. Muss aber sagen, dass ich an sich Handhelds noch nie zum unterwegs zocken verwendet habe.
Sei es Gameboy, DS, 3DS, alles eigentlich immer daheim gezockt. Evtl. durfte ich mal den Gameboy mit zur Oma bringen. Glaube ich jedoch aber nicht.
Wie dem auch sei. Meinen 3DS hatte ich aber damals vor allem gekauft, weil ich fürs Studium umgezogen und fürs Wochenende immer heimgefahren bin.
Da war ein Handheld statt der Konsole die bessere Alternative. Von dem her seh ich auch hier im Westen einen Markt für Handhelds als günstigere mobile Geräte, die man schnell wohinbringen kann.
Sei es als Wochenendheimfahrer, oder zu nem Ausflug oder den Urlaub. Würd mcih von dem her nicht wundern, wenn es Nintendo in Zukunft mal mit nen tabletgroßen Handheldmodel versuchen wird.
Wäre zumindest im Westen praktisch. Wobei das dann wieder eine Frage des Gewichts und Handkomfort wäre.

Noch ne kleine lustige Anekdote zum Schluss: Als Kind dachte ich früher, es heißt Handheld, weil man ja im Spiel Helden in der Hand hat.^^'

blither
vor 4 Jahren | 2
Ich meine ml gelesen zu haben, dass nur wenige Smartphone-Spiele wirklich erfolgreich sind, und bereits nach den Top10 ein extremer Einbruch der Monetarisierung stattfindet.

Klar, (fast) jeder hat ein Smartphone, und die meisten haben auch das eine oder andere Spiel, aber wer gibt dafür Geld aus? Ebenso spielen sehr viele F2P auf PC oder Konsole, aber wie viele Spiele sind mit diesem Konzept wirklich erfolgreich?

Zudem wird ein Punkt vergessen: es gibt sehr viele Spieler, die sehr gerne an einem Handheld (nicht Smartphone) spielen und diesen sogar einer stationären Konsole vorziehen. Ein Smartphone ist genauso wenig ein Handheld wie ein PC eine Konsole ist.

Ich freue mich auf den Artikel "kein Mensch braucht Konsolen", da die aktuelle Konsolengeneration in der Summe vielleicht nur die Hälfte der Verkäufe der letzten Generation erreichen wird.

Belphegor
vor 4 Jahren | 0
Ohhhhh ja auf den Artikel bin ich auch seeeeehr gespannt. Genauso wie auf den Artikel "Das Wiedererwachen des PCs - kein Mensch braucht mehr Konsolen/Handhelds". Gefolgt von "Das klassische Brettspiel is back - kein Mensch braucht mehr Digitalspielehersteller". Zu diesem Zeitpunkt werde ich mich fragen was ich mit meinen 80 amiibo mache ;-)))))
Der R
vor 4 Jahren | 0
anschauen Belphe ....viel mehr mache ich mit meinen (ich habe aufgehört zu zählen) Amiibos auch nicht :,D ...Nintendo hat ja nach wie vor keine Möglichkeit geschaffen ein Amiibo über eine App für alle Spiele freizuschalten.


Wario
vor 4 Jahren | 1
@ Bel

Vergeblich darauf warten das sie in 50 Jahre wertvoll werden?

TomParis
vor 4 Jahren | 2
Ich bin ehrlich, mein 3DS liegt neben dem Bett wenn ich abends noch ne Runde spielen mag. Im Reisegepäck findet er auch immer seinen Platz. Ansonsten hab ich ihn nie unterwegs dabei. Von daher könnte man sagen ich nutze ihn nicht im klassischen Sinne, möchte ihn aber nicht missen.
Trotz alledem sind aud dem 3DS Spiele erschienen, die ich lieber auf dem TV hätte wie zB Luigis Mansion 2.
Sollte NX zB eine Plattform sein, auf der nan Spiele auf beiden Geräten spielen könnte, wie es euer Ansatz aufnimmt, das fände ich genial, das würde auch zu der völlig neuen Art des gamings passen, von der immer gesprochen wird.

Der R
vor 4 Jahren | 1
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Ich bin ein Mensch und ich brauche Handhelds ;)
Nur weil ein Produkt irgendwann nicht mehr massenmarkttauglich sein könnte, heißt das noch nicht dass es dafür keinen lukrativen Nischenmarkt gibt. Man muss ja auch mal klar sagen, dass durch die Masse an produzierter Elektronik für Smartphones und Tablets viele Komponenten für einen Handheld ebenso verwendet werden können. Ein Handheld braucht - bis auf die Tasten - nicht zwingend exklusive Hardware. Also warum sollte es sich nicht mehr lohnen welche zu produzieren? Vielleicht wird es auch langsam Zeit dass man Handy-Handheld-Hybriden wieder eine Chance gibt.

Belphegor
vor 4 Jahren | 0
Lustig das viele nun auf die Reisetauglichkeit eingehen. Wie ihr wisst bin ich derzeit im Urlaub und mein 3DS ist dabei. Allerdings hab ich bis dato nur kurz Spirit Camera angezockt (sehr geiles Konzept) und ich finde auf Reisen ist er definitiv ein Plus. Auch auf langen Fahrten im Auto für die Kiddys. Ne ne Handhelds gibt's schon ewig und wird es auch die nächsten 20 Jahre geben. Aber das ist die selbe Diskussion mit Leuten die 2013 meinten das die Wii U die letzte Heimkonsole von Nintendo sein würde. Lachhaft.

DekuDude
vor 4 Jahren | 0
Nun ja, es wird im Beitrag ja das Fazit gezogen, das es keine alleinstehenden Handhelds mehr geben wird. Die hier geäußerten Gedankengänge veranschaulichen, weshalb nicht ausgeschlossen wird, weshalb Nintendo NX ein Hybrid darstellen wird.

Auch wird nicht geäußert, dass Handhelden obsolet sind, also keine Daseinsberechtigung haben.

An Nintendos Herangehensweise sieht man ja, dass der Artikel hier einen wahren Standpunkt veranschaulicht.

Knusel
vor 4 Jahren | 0
Nintendo wahr bisher, meines Wissens nach, sehr erfolgreich mit ihren handholds. Und auch wenn es sehr viel mehr Smartphones gebt , so macht nintendo mit dem DS/ 3ds doch schwarze Zahlen. Wieso sollten Sie es nicht auch in Zukunft so machen ... Software verkauft Hardware... Ich glaube aber nicht das Sony auf dem Gebiet noch was machen wird . In Zukunft hat Nintendo den handheld Markt wieder für sich (Handy games erschließen eine andere Zielgruppe) . Vielleicht will sich auch Microsoft auf dem Gebiet austoben ....

Belphegor
vor 4 Jahren | 0
Wenn ich alleine sehe was meine Freundin sich alles für den 3DS kauft. Sie ist das beste Beispiel für einen Casual Gamer der exzessiv den 3DS nutzt und pusht. Ich darf ihr jetzt auch noch Mario & Sonic bei den olympischen Spielen kaufen und die Professor Layton Spiele werden auch wie sonst noch was verschlungen. Das ist schon sehr krass ... und ja sie zockt ebenfalls auf dem Smartphone. Aber dort nur Candy Crush und Miitomo (und somit umsonst).

CeSp-oNe
vor 4 Jahren | 0
dem kann ich auch nicht zustimmen.... ich besitze zwar ein Smartphone... allerdings war das einzige was ich bis jetzt darauf gespielt hab Plants Vs Zombies. Welches ich noch für den DS hatte.

Meinen 3DS und meine Vita habe ich dennoch bei jedem längeren Ausflug mit dabei uns Spiele wie aktuell Bravely Second und Fire Emblem begeistern mich Stunde um Stunde.

Auch bin ich auf Nintendos nächsten Handheld wesentlich mehr gespannt als auf ne neue Heimkonsole oder ein neues Smartphone.

Knusel
vor 4 Jahren | 0
Die Grafik finde ich sehr ansehnliche.
Im detei könnte mann noch mehr leben auf die Strecke bringen . Z.B. Laub das umher weht . Vögel die umher fliegen . Im kokpit Ansicht , Insekten die an die Scheibe klatschen . Auto das verstaubt und verdreckt während der Fahrt..
Aber das ist schon meckern auf hohem newou.
Schade das Nintendo kein realistisches rennspiel zu bieten hat

Asinned
vor 4 Jahren | 4
Interessant, wie die Pro-Handheld Fraktion argumentiert.
Man hört ganz oft das Wort Reisen.
Fast niemand benötigt die Handlichkeit eines Handhelds.
Zumindest früher dachte ich, dass Handhelds für die Jackentasche designt wurden, so dass man locker mal im Bus oder zwischendurch zocken kann. Ich glaube wir sind alle der Meinung, dass diese Denkweise total veraltet ist.
Trotzdem ist noch ein Markt vorhanden. Nicht jeder will für jeden Tripp seine Konsole überall rumschleppen und dann an den Strom anschließen. Ein neues mobiles Konzept muss her.
Ein Handheld in Tablet-Dimensionen wäre auch mobil genug.
Oder gleich eine mobile Rechenbox mit abgetrennten handlichen Controller, der das Spielgeschehen auf Smartphones/Tablets streamt und selbst in der Tasche bleibt.
Egal wie es dann aussieht das Fazit ist: Es gibt einen Markt zwischen Smartphone- und Heimkonsolen-Games, aber das derzeitige Handheld-Konzept ist nicht mehr darauf zugeschnitten.

Denios
vor 4 Jahren | 0
Also ich bin nicht der Meinung, dass diese Denkweise total veraltet ist. Ich liebe meinen 3DS und ich finde die Vita auch recht cool. Deutlich größer sollten die Handhelds eigentlich nicht werden...
Asinned
vor 4 Jahren | 0
Was heißt deutlich größer? Es gibt Smartphones die sind teilweise so groß, wie ein zugeklappter 3DS XL und heutzutage schleppt ja eh jeder sein Tablet überall mit rum. Man muss die Mobilität ja nicht gleich aus dem Fenster werfen, aber mit größeren Geräten kann man gerade im Bezug auf Preis-Leistung mehr erreichen. Gerade der Handheld kämpft ja mit solchen Geräten um die Aufmerksamkeit der Nutzer und gerade Preis-Leistung ist da ein wunder Punkt, da viele Leute doch gerne mal das doppelte für ihre Smart-Devises ausgeben, als für einen Handheld.
Die Größe ist aber auch nur ein Punkt an dem man ansetzen kann. Allein mit einem größeren Handheld ( wie es die XL-Serie darstellt) wird man dem Wandel nicht gerecht.


Retrogamer_alias_Papa
vor 4 Jahren | 0
Interessante These.
Mein erstes Smartphone war 2011 das LG Optimus P920. Da war u.a. ein Shooter vorinstalliert. (Musste vor Spielbeginn leider noch einen ca. 300 MB Patch laden) Fand die Idee ganz nett, aber was mich daran gestört hat, waren die fehlenden Schultertasten und das man ständig auf dem Bildschirm mit den Fingernägel rumschmieren musste. Das hat auch den 3-D Effekt des öfteren zu nichte gemacht.

Ein Nintendo Phone mit Physischen Tasten, der Power der WiiU, Spielen auf Micro-SD Ähnlichen Modulen, dem vollen Nintendo Store Support, und zu guter letzt amiibo Einbindung das wäre mal eine Sensation.

DekuDude
vor 4 Jahren | 1
Sehr schöner Beitrag, rgal ob in Video- oder Schreibfassung! :)
Dadurch versteht man auch besser, wieso nicht ausgeschlossen wird, weshalb Nintendo NX ein Hybrid darstellen wird.

Interessantes Gedankengut, welches hier schön aufgearbeitet wurde!